Team

Nada Fiebes

Unsere Volontärin Nada Fiebes wollte eigentlich den ganzen Tag Hunde streicheln - weil sie kein Blut sehen kann, ist sie dann aber doch beim Radio gelandet.


http://www.radioberg.de/berg/rb/1421979/programm/team

Was mache ich im Sender? Ich bin seit Februar 2017 Volontärin.

Mein erster Berufswunsch: Tierärztin. Da darf man ja den ganzen Tag Hunde streicheln. Dann musste ich aber feststellen, dass zu dem Beruf noch etwas mehr dazu gehört - und dass ich kein Blut sehen kann...

Das erste, woran ich mich im Leben erinnern kann: Mein Opa, wie er auf dem Balkon stand, während ich vom Hof zu ihm hochschaute. Und er dann sagte "Ich spuck' dir gleich auf den Kopf!" Hat er natürlich nicht gemacht!

Mein Lieblingsfach in der Schule: Die Freistunden. Na gut, Deutsch und Englisch gehörten auch dazu.

Mein Lieblingsort im Bergischen: Die Waldwege an der Dhünn entlang im Eifgenbachtal.

Was ich mit 1 Mio Euro machen würde: Mir ein Haus auf einer riesigen Wiese im Bergischen kaufen. Und eine schnelle Internetleitung dafür einrichten.

Was ist, wenn mein Internet für 4 Wochen ausfällt? Ich würde vermutlich panisch schreiend im Kreis rennen. Und mich dann irgendwo für 4 Wochen einquartieren, wo es Internet gibt.

Wie oft lasse ich das Telefon klingeln bist ich ran gehe? Meistens sehr oft - ich habe das Handy immer auf lautlos und höre es häufig nicht.

Was habe ich immer im Kühlschrank? Milch für den Kaffee.

Wenn der Aufzug stecken bleibt: ...dann bekomme ich Panik. Ich hasse Aufzugfahren und versuche eh meistens die Treppe zu nehmen.

Wie lange dauert es, meine Wohnung aufzuräumen? Entschieden zu lange.


Nada Fiebes ist Volontärin und schreibt über ihre ersten Kontakte im Bergischen

Nada Fiebes ist unsere Volontärin und heute schreibt sie über freundliche Menschen im Bergischen, die sich jedoch manchmal überrumpelt fühlen


Wöchentlich schreiben Radio Berg-Mitarbeiter über ihre persönlichen Erlebnisse in der Rubrik Team Intim im Bergischen Handelsblatt, dem Anzeigenecho und dem Lokalanzeiger Waldbröl. Die jeweils aktuellen Texte finden Sie hier. Nada und ihre Erstkontakte im Bergischen:

Die Menschen im Bergischen sind herzlich. Das habe ich in meiner Zeit bei Radio Berg schon feststellen können. In der Weihnachtszeit wird man überall auf Tee, Kekse oder Glühwein eingeladen, an Karneval darf man überall mitfeiern - ob in Wipperfürth beim Rathaussturm oder in Lindlar beim Straßenkarneval, wenn der Zug durch die Gemeinde zieht. Es ist eigentlich egal, zu welchem Anlass man unterwegs ist, man wird überall freundlich empfangen. Und auch wenn man nicht draußen unterwegs ist, sondern den Tag in der Redaktion verbringt - die Rückmeldungen, die wir im Sender durch Anrufe, Mails, Whatsapp- und Facebook-Nachrichten bekommen, können auch den stressigsten Tag schön machen.
Aber einen Moment gibt es da, der ist irgendwie hängen geblieben. Ich bin für eine Umfrage nach Reichshof gefahren. Nachdem ich ein paar Mal die Hauptstraße hoch und runter gelaufen bin und mit einigen Leuten gesprochen hatte, traf ich zwei Frauen die sich miteinander unterhielten. Als ich die beiden ansprach, schauten sie sich kurz an, drehten sich dann beide in entgegengesetzte Richtungen und liefen weg. Und mit laufen meine ich nicht, dass sie so getan hätten, als hätten sie mich nicht gesehen und wären davon geschlendert. Oder dass sie einfach nur eilig weggegangen wären. Sie sind gejoggt. Sehr schnell. Sowas lässt dann kurzzeitig Selbstzweifel aufkommen. Habe ich was falsch gemacht? War mein "Guten Tag - ich bin von Radio Berg und hätte eine Frage." zu unfreundlich? Sollte ich mein Gesamtkonzept nochmal überdenken? Oder sieht meine heißgeliebte Lederjacke inzwischen einfach zu schäbig aus und ich sollte mal wieder shoppen gehen? Natürlich kann ich mir im Nachhinein denken, dass ich die beiden vermutlich nur überrumpelt habe und dass das Ganze nicht böse gemeint war. Aber in dem Moment war ich doch etwas perplex.
Also, liebe Menschen aus dem Bergischen: Wenn Sie das nächste Mal jemanden mit einem gelben Mikrofon durch eine der Fußgängerzonen laufen sehen - rennen Sie bitte, bitte nicht weg. Wir beißen nicht. Wir Radioleute wollen doch einfach nur reden.