Heike Magnitz schreibt heute über 111
Orte in Egen!
Wöchentlich schreiben Radio Berg-Mitarbeiter
über ihre persönlichen Erlebnisse in der Rubrik Team
Intim im Bergischen Handelsblatt, dem Anzeigenecho und dem
Lokalanzeiger Waldbröl. Die jeweils
aktuellen Texte finden Sie hier. Heute geht's bei Heike um
Wipperfürth-Egen.
Ich reise gerade per Zeitmaschine durchs Bergische, denn ich bin
Sonderbeauftragte für das Projekt "111 Orte im
Bergischen". Sie sagen uns, wo besonders sehenswerte Orte
sind, wir berichten darüber und im November erscheint das Buch
zur Aktion.
Kulturhistorischer Haken: die Orte sollen von bergischer Geschichte
erzählen, aber keine typischen Sehenswürdigkeiten sein.
Ja, ich hatte Bedenken, dass dieses Projekt geschichtsstaubtrocken
wird. Aber jetzt bin ich ständig mit der historischen Brille
unterwegs, erkenne ehemalige Gasthöfe und Schulen, suche in
Tälern nach ehemaligen Mühlen. Schuld ist vor allem die
Dorfgemeinschaft von Egen in Wipperfürth, einem Miniort mit
etwa 370 Einwohnern. Die haben gesagt, dass ihre Kirche mit
Zwiebelturm absolut sehenswert ist.
Na ja, davon gibt es viele. Trotzdem mache ich mich auf nach Egen:
Wiesen und Wälder, asphaltierte Feldwege zwischen kleinen
Höfen. Dann, wie eine Fata Morgana, der Kirchturm! Drumherum
ein paar uralte Gebäude und einige durchgefrorene Egener. Sie
machen die Geschichte von Egen für mich lebendig,
erklären, dass das Gasthaus vor der Kirche da war, dass die
Steine für die Gebäude aus Steinbrüchen in der
Umgebung sind und dass Getreidemühlen damals unverzichtbar
waren. Die Egener haben mir übrigens versichert, dass sie
problemlos 111 Orte alleine in Egen finden können.
Inzwischen habe ich auch an anderen Orten Geschichtsunterricht
bekommen: zum Beispiel am Wasserturm in Odenthal-Neschen oder an
einem ehemaligen Rittersitz in Wermelskirchen-Dhünn. Und ich
freue mich auf alles, was noch kommt. Wenn Sie einen
geschichtsträchtigen Ort kennen, der in das Buch "111
Orte im Bergischen" gehört, dann mailen sie uns. Infos
gibt es auf www.radioberg.de.