Brigitte Mackscheidt heute über's
wach werden...
Wöchentlich schreiben Radio Berg-Mitarbeiter
über ihre persönlichen Erlebnisse in der Rubrik Team
Intim im Bergischen Handelsblatt, dem Anzeigenecho und dem
Lokalanzeiger Waldbröl. Die jeweils aktuellen Texte finden Sie
hier. Heute geht es um's wach werden.
Radio Berg-Moderatorin Alex Pesch will sich verdoppeln. Eine
Miniausgabe ihrer Person ist unterwegs, und weil es schon bald
soweit ist, ist Alex nicht mehr bei Radio Berg. Voraussichtlich ein
Jahr lang.
Nachdem das bekannt wurde, hat mich der Chef zu sich gerufen und
gekichert. Er kichert immer, wenn er mir etwas sagen will, von dem
er weiß, dass ich es nicht gern höre.
In dem Moment wusste ich schon, was er sagen würde: Ich soll
für Alex einspringen.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich liebe meinen Beruf, ich bin
gerne Moderatorin, und ich springe gerne für Alex ein. Das
Kichern des Chefs meinte diesen Aspekt: Für Alex einspringen
bedeutet, mitten in der Nacht aufzustehen und mitten in der Nacht
den Dienst zu beginnen.
Und mitten in der Nacht kann ich eigentlich nur eines: Schlafen.
Ich bin zwar kein Morgenmuffel. Ich bin gut gelaunt - nur eben
nicht wach.
Nicht umsonst moderiere ich eigentlich am Nachmittag. Da bin ich
wach.
Nun soll ich also ein Jahr lang ab 6 Uhr Sie wach machen -
während ich noch schlafe.
Aber machen Sie sich keine Sorgen - das wird schon werden.
Ich habe einen Plan: Wenn mitten in der Nacht der Wecker klingelt,
im Halbschlaf in die Dusche taumeln, kühl wach duschen,
dreimal Espresso, und auf der Fahrt in den Sender laut Musik von
NAPALM DEATH hören. Das sollte funktionieren, vor allem
letzteres.
Wenn Sie den Eindruck haben, das hat nicht gereicht, rufen Sie
ruhig im Studio an und schreien Sie mal ins Telefon: "Brigitte
Mackscheiiiiidt! Auuuufstehen!"
Wir schaffen das schon, Sie und ich. Ich freue mich - trotz der
Uhrzeit - auf Sie! Und in einem Jahr haben wir die Alex wieder.