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Linda Kaufhold

Linda Kaufhold
© Radio Berg

Was mache ich im Sender? manchmal Redaktionsassistenz, und oft einfach alles, was anfällt

Mein erster Berufswunsch? Stewardess, wie damals fast alle Mädchen und ja, das hieß früher so.

Wenn ich mich in drei Worten beschreiben soll? Muttertier, Arbeitstier und manchmal ganz gerne Faultier

Wenn ich drei Wünsche frei hätte? Würde ich gesund bleiben wollen, immer Sonnenschein tagsüber und Regen nur nachts und Schokolade und Eis würden schlank machen ?

Was ich mit 1 Mio. Euro machen würde? Mit meinen Kindern teilen, im Winterhalbjahr auf Lanzarote wohnen, eine gute Sache unterstützen und für's nahende Alter vorsorgen.

Was ist, wenn mein Internet für 4 Wochen ausfällt? Ich würde wieder wie früher Briefe schreiben und die Telefon-Flatrate ausnutzen.

Was habe ich immer im Kühlschrank? Obst, Joghurt, Milch und Prosecco.

Wenn der Aufzug stecken bleibt? Habe ich hoffentlich ein spannendes Buch dabei und endlich mal Zeit zum Lesen, aber ein Kaffee dazu würde mir fehlen.

Wie lange dauert es, meine Wohnung aufzuräumen? Wenn ich die ganze Familie aktiviere, geht das schnell :)

Der schlechteste Film, den ich je gesehen habe? Vanilla Sky mit Tom Cruise, den ich eigentlich immer gut fand, aber seitdem gucke ich keine Filme mehr mit ihm.

Was ist mir lieber: Einfach oder kompliziert? Kompliziert ist spannender, es macht mir Spaß, selber die Vereinfachungen zu finden.

 

sekretariat@radioberg.de

 

Linda Kaufhold über ihren persönlichen Rettungsschirm

Wöchentlich schreiben Radio Berg-Mitarbeiter über ihre persönlichen Erlebnisse in der Rubrik Team Intim im Bergischen Handelsblatt, dem Anzeigenecho und dem Lokalanzeiger Waldbröl. Die jeweils aktuellen Texte finden Sie hier. Heute geht's bei Linda um ihren persönlichen Rettungsschirm.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich versuche seit Wochen vergeblich das Thema "Rettungsschirm für Griechenland" richtig zu verstehen. Geld verleihen, obwohl man selber hoch verschuldet ist? Den Hebel ansetzen?? Den Schuldenschnitt anwenden??? Bis jetzt ist es mir leider noch nicht ganz gelungen. Jetzt ist Griechenland nicht generell mein Lieblingsurlaubsland, aber weil mein Bruder seit anderthalb Jahren auf Samos lebt, interessieren mich die Geschehnisse sehr. Wir haben bei Radio Berg über sein Auswandern und seine Erfahrungen nach der ersten Saison als Koch dort berichtet. Im Frühjahr war ich bei ihm zu Besuch und habe hautnah erlebt, was für uns hier in Deutschland fast unvorstellbar ist: Man fährt zur Tankstelle und es gibt kein Benzin. Oder im Supermarkt sind viele Regale einfach komplett leer - oft eben wegen der Streiks. Aber trotzdem rastet erst mal niemand aus. Man versucht es eben in den nächsten Tagen wieder und geht in Ruhe einen Kaffee trinken. Für mich war diese Art der Gelassenheit bis jetzt schier undenkbar. Und ich stelle mir schon seit langem die Frage, ob ich sie erlernen könnte, denn für mich wäre das in vielen Situationen sehr hilfreich. Und jetzt kommt's: Mein Bruder wird auf Samos mit seiner Frau ein eigenes Restaurant eröffnen und ich bekomme die Chance, meinen eigenen - für mich ganz verständlichen - Rettungsschirm nach Griechenland zu bringen...nämlich MICH! Als Familienmitglied werde ich meine Arme als Hebel für's Geschirr einsetzen und geschnitten werden dann höchstens die Steaks. Und dabei kann ich mich für ein paar Wochen auf die griechische Lebensart einlassen und eine neue Gelassenheit ausprobieren. Einen Schirm brauche ich dann nur noch gegen die Sonne!

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