
Wo bist du in der Vorweihnachtszeit als Reporterin an deine Grenzen gekommen?
Ohne Frage bei der Berichterstattung über den wahrscheinlich größten, mit echtem Tannengrün geschmückten Adventskranz bei uns im Bergischen, wenn nicht sogar in ganz NRW. Dieser Adventskranz der Superlative hat elf Meter Durchmesser und steht am Markt in Wermelskirchen. Kurz vor dem ersten Advent wurde er von Kindergartenkindern mit selbstgebasteltem Schmuck geschmückt und ich durfte dabei sein.
Die Kinder sollten natürlich etwas zu der tollen Aktion erzählen und ich hatte folgendes „Drehbuch“ mit ihnen abgesprochen: Zuerst sollten sie auf mein Zeichen das Gedicht „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“ aufsagen, dann ein Weihnachtslied singen – abgesprochen war „In der Weihnachtsbäckerei“. Das haben wir alles geübt.
Und dann kam alles ganz anders. Ihr Gedicht war nach dem vierten Kerzlein noch lange nicht zu Ende, es kam noch ein fünftes. Und hätte ich nicht beherzt eingegriffen, ich glaube, sie würden heute noch zählen. Also schneller Übergang: „Ihr habt da ja auch noch ein Weihnachtslied vorbereitet …“
Und was singen die Kinder? „Sankt Martin“! Also unterbreche ich sie nach wenigen Zeilen erneut und schlage „In der Weihnachtsbäckerei“ vor, das sie dann auch mit Hingabe singen.
Letzte Frage von mir an die Kinder: „Was hat euch bei dieser Aktion denn am besten gefallen?“ Die Kinder schauen mich mit großen Augen schweigend an. Ich frage noch mal: „Was hat euch am besten gefallen?“ Endlich kommt ein kleiner Junge ans Mikro und sagt: „Ich weiß es! Das HAT, das hat mir am besten gefallen.“ Ich habe das dann mal so stehen gelassen.