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500 Kilometer bis zur Entbindung
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500 Kilometer bis zur Entbindung

Eine Fahrtstrecke von 500 Kilometern würden bestimmt nicht alle werdenden Eltern nach dem Platzen der Fruchtblase auf sich nehmen. Doch Anna und Daniel Dorfmüller wollten unbedingt, dass auch ihr drittes Kind in der alten bergischen Heimat zur Welt kommt. Und so sind sie ganz entspannt fünf Stunden in ihr Wunsch-Krankenhaus nach Wipperfürth gefahren.

Veröffentlicht: Mittwoch, 02.02.2022 13:48

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Es ist Mitternacht, als bei Anna die Fruchtblase platzt. Erst dann macht sie sich mit ihrem Mann auf den Weg ins Bergische.

Mein Mann und ich hatten im Vorfeld alles abgesprochen, sodass wir schnell aufbrechen konnten: Daniel brachte unsere Tochter Lisa zu den Nachbarn und ich bereitete mich noch kurz auf die Fahrt vor.

Auf der Fahrt kommt dann aber doch ein bisschen Anspannung auf, besonders beim werdenden Papa:

Ich habe nur immer gehofft, dass wir es rechtzeitig schaffen.

Nach fünf Stunden Fahrt kommen die werdende Mutter Anna, Vater Daniel und Sohn Nick in Wipperfürth an. Die Uroma holt Nick ab. Dann geht alles ganz schnell. Um 8:16 Uhr wird Malte Dorfmüller am 26. Januar 2022 in Wipperfürth geboren.

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Der Job zog sie aus dem Bergischen

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Vor fünf Jahren musste Familie Dorfmüller aus beruflichen Gründen nach Emmingen-Liptingen ziehen, an die Grenze zur Schweiz. Aber weil Anna und Daniel weiterhin einen engen Bezug zu ihrer Heimat Wermelskirchen haben, war für sie klar, dass ihre zukünftigen Kinder auch im Bergischen geboren werden sollen:

Die Wahl fiel sehr schnell auf das Wipperfürther Krankenhaus, da wir nur positives Feedback durch Freunde und Bekannte erhalten hatten. Unsere siebenjährige Tochter ist damals in Wermelskirchen geboren. Die Geburtsstation dort schloss 2015, doch auch unser nächstes Kind wollten wir unbedingt in der Heimatregion bekommen.

Sohn Nick kam 2019 in Wipperfürth zur Welt. Da verzichteten Anna und Daniel auf den Nervenkitzel - und reisten einige Tage vor der Geburt ins Bergische. Auch die dritte Schwangerschaft verlief problemlos, darum entschieden sich die Dorfmüllers, erst zur Geburt anzureisen. Das bereut Mutter Anna auch nicht:

Für andere Familien ist das vermutlich viel zu nervenaufreibend. Aber wir haben darauf vertraut, dass wir es bis Wipperfürth schaffen.

Für immer will die Familie nicht im Süden bleiben, sie wollen wieder zurück ins Bergische, erzählt Anna Dorfmüller:

Wir haben dort tolle Menschen kennengelernt. Aber dieses bergische Gemüt, das ist doch einfach anders und das vermissen wir an unseren Mitmenschen. Zudem wohnt unsere ganze Familie im Umkreis von Wermelskirchen. Es ist Zeit, wieder nach Hause zu ziehen.
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