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Alex Pesch leidet unter Redaktions-Entzug
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Alex Pesch leidet unter Redaktions-Entzug

Alex vermisst nicht nur die Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Süßigkeiten. Im Homeoffice gibt es im Hause Pesch zwar auch nicht zu knapp, aber dafür sind die Wege auch zu kurz zu den Vorräten - ein Herausforderung an den inneren Schweinehund...

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.03.2021 08:42

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Wir sind ja sehr vorbildlich bei Radio Berg, was das Homeoffice angeht. Jeder, der nicht im Studio sein muss, bleibt zu Hause. Bis auf Sekretariat, Moderator*innen und Nachrichtenleute ist die Redaktion seit März 2020 leergefegt. Wir sehen uns nur noch im Videochat, also stellt sich mir die Frage: Was soll ich hier aus dem Redaktionsalltag bloß schreiben? Passiert ja nichts Zwischenmenschliches mehr. Das Aufregendste der letzten Wochen war, als meiner Katze so langweilig war, dass sie mitten in der Videokonferenz lauthals miaut hat und dann zweimal durch‘s Bild getapst ist. Bitte bekommt nicht den Eindruck, ich würde unsere Videokonferenzen langweilig finden. Ich habe allerdings herausgefunden: Nach 57 Seiten Kritzeleien am Textrand muss man spätestens die Kugelschreibermine wechseln…

Ach Leute, ich vermisse die Kolleg*innen und die Redaktion wirklich, vor allem die Süßigkeiten-Schublade. Nicht, dass die mit tollen Sachen gefüllt war / ist. Das Gegenteil ist der Fall. Da war meist nix drin, was mich zum Naschen verführen konnte. Anders sieht das im gut gefüllten Süßigkeiten-Fach bei mir zu Hause aus. Und leider ist es so: Ich kann Langeweile und Hunger nur ganz schwer auseinanderhalten. Es ist ja leider auch nicht diese Langeweile, wenn man nichts zu tun hat. Arbeit ist mehr als genug da. Es ist dieses Rumtigern zum Kühlschrank und zum Süßigkeiten-Fach, nur um nicht die eigentlichen Aufgaben zu erledigen. Ob ich die Lockdown-Kilos je wieder runter bekomme? Mein innerer Schweinehund lacht sich gerade kaputt und schüttelt heftig den Kopf.

Aber hey, wir sollten die Chancen, die in der Langeweile stecken, nicht unterschätzen. Vor vielen, vielen Jahren war einem Menschen so unglaublich langweilig, dass er zwei Stöcke aneinander gerieben hat und Bäm: Feuer!

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