
Acht Wochen Homeoffice und Homeschooling hinterlassen Spuren. Am Anfang sind in den sozialen Netzwerken witzige Bilder rumgegangen von total zerzausten Frauen, weil keiner zum Friseur darf usw. und jetzt? Jetzt ist das Realität geworden. Zumindest bei mir. Die Krise hat auch optisch ihren Tribut von mir gefordert, ich hab richtig viele graue Haare bekommen und auch die ein oder andere Falte mehr. Das viele Sitzen am Computer macht mich auch nicht gerade fitter, dafür aber fet… Schluss jetzt, genug gejammert, Haare kann man färben, die Falten sieht unter dem Mundschutz eh keiner und Sport soll ja bekanntlich gegen die Sitzpölsterchen helfen. Reden wir mal über die positiven Aspekte der Krise: Meine Tochter und ich verbringen so viel Zeit miteinander, wie noch nie (gut, das kann auch manchmal ein Nachteil sein;)), ich bin jetzt digital viel weiter und wir alle in der Redaktion wissen, dass Homeoffice wirklich funktioniert. Das wird sich zukünftig sicher auszahlen. Der Tank meines Autos ist immer noch voll, ich habe keine Zeitverluste mehr durch die Fahrerei von A nach B, da wir im Moment alle Interviews per Telefon machen. Auch unsere Interviewpartner lernen gerade sehr viel und werden schon mal gerne zu Hilfsreportern umfunktioniert. Ich gebe die Anleitungen, was meine Gesprächspartner mit ihren Handys aufnehmen sollen und die schicken mir das dann per Mail. Das klappt echt super und deshalb an dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön, dass ihr euch alle so großartig auf die neue Situation einlasst. Nur mit euch können wir immer noch tolle Themen in unserem Programm senden, ohne dass wir euch oder uns gefährden. Ja, ihr fehlt mir alle sehr, es fehlt mir auch, dass ich euch nicht in die Augen schauen kann, während ich euch interviewe, aber ich versuche mit der Stimme mehr zu lächeln und noch viel mehr Ausdruck in die Betonung zu legen, dann wisst ihr auch ohne mich zu sehen, was ich gerade denke und dass ich euch eigentlich anlächle. Und darin haben wir beim Radio ja Übung, denn wenn wir moderieren, könnt ihr uns auch nicht sehen und hört unser Lächeln…