
Alternative Mobilität im Bergischen
Wer im Bergischen nicht mehr mobil ist, hat schnell Probleme. Einkaufen oder der Weg zum Arzt sind ohne Auto und Linienverkehr große Hindernisse im Alltag. Damit gerade ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen trotzdem aus dem Haus kommen, gibt es im Bergischen tolle Organisationen und Vereine. Hier stellen wir euch drei Möglichkeiten vor.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.03.2019 11:13
Mobiles Aggertal
In Gummersbach-Dieringhausen gibt es einen Verein, der großartiges leistet. 23 Ehrenamtler bieten Fahrgästen einen Tür-zu-Tür Service, tragen die Einkäufe bis ins Haus und das alles ohne einen Cent dafür zu verlangen. Einen Tag vorher müssen die Fahrgäste dazu beim Verein anrufen. Dann wird gecheckt, ob der Termin passt und wenn alles abgeklärt ist, fährt einer der ehrenamtlichen Fahrer in einem VW Caddy vor. Die Büroräume des Vereins und das Auto sind von der Stadt Gummersbach gestiftet, den Rest der Kosten, wie den Sprit, deckt der Verein über Spenden.
Mehr Infos findet ihr hier.
Mitfahrbänke
Einige Mitfahrerbänke stehen im Bergischen schon. Das Prinzip ist einfach, denn es ist eine Art professionalisiertes Anhalter-Fahren: Ihr setzt euch auf die Bank und wartet darauf, dass jemand anhält um euch mitzunehmen.
Eine Liste der Mitfahrerbänke im Rheinisch Bergischen findet ihr hier.
Bürgerbusvereine
In 16 von 21 Bergischen Kommunen fahren Bürgerbusse. Alles auf ehrenamtlicher Basis. Ein Bürgerbusverein wird in der Regel dann gegründet, wenn der normale Linienverkehr nicht ausreicht. Bürgerbusse sind klein und fahren auch abgelegene Orte an, die sich für den ÖPNV nicht lohnen. Im Oberbergischen gibt es vier Kommunen, die keinen Bürgerbus haben. Im Rheinisch Bergischen fahren sie außer in Bergisch Gladbach überall. In Rösrath heißt der Bürgerbus "RöBus" und fährt seit Mitte 2016 sehr erfolgreich.
Eine Übersicht der Bürgerbusvereine findet ihr hier.