Angebunden - Kühe auch im Bergischen

Milchwirtschaft im Bergischen - das ist Idylle pur! Oder?

© Animal Rights Watch

"Animal Rights Watch"hat sich u.a. im oberbergischen Lindlar in einen Stall geschlichen - illegal - um dort zu dokumentieren, wie Kühe gehalten werden, die Milch produzieren. Sie stehen nicht frei im Stall, sondern sind am Gitter hinter ihrem Trog festgebunden. Diese Anbindehaltung ist rechtlich erlaubt, aber nicht nur für Tierschützer nicht tragbar. Viele Kühe in Deutschland leben ihr ganzes Leben lang so, zu jeder Jahreszeit.

In Lindlar, heißt es, sollen die Tiere im Sommer raus dürfen. Die Information haben wir vom Kreisveterinäramt, der Bauer selbst war für uns nicht zu erreichen.

Laut Amt gilt für alle oberbergischen Höfe, die Anbindehaltung praktizieren: Im Sommer dürfen die Kühe raus. Es handele sich um 30 bis 40 kleine Ställe, die "in den nächsten Jahren" aber auch auslaufen würden. Insgesamt gibt es im Oberbergischen 680 Ställe.

Heute werden nur noch sogenannte Laufställe gebaut - immerhin.

Das Video

Wem es nichts ausmacht, kann sich das Material der Tierschützer hier ansehen (Quelle: Animal Rights Watch):

Die bergische Milchviehwirtschaft gilt als Idylle mit glücklichen Kühen auf grünen Wiesen. Dass die Realität auch ganz anders aussehen kann, zeigen heimliche Aufnahmen der Tierschutzorganisation "Animal Rights Watch" in Lindlar.

Die Anbindehaltung von Kühen im Bergischen war am 12. April Thema am Morgen bei Radio Berg:

© Radio Berg
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