
Anwalt kritisiert Flut-Gutachten des Wupperverbands
Der Wupperverband hat bei der Hochwasserkatastrophe vor einem Jahr keine Fehler gemacht, weder vorsätzlich noch fahrlässig. Zu diesem Ergebnis war ein Gutachten gekommen, dass der Verband selbst in Auftrag gegeben hatte. Ein Anwalt aus Wuppertal übt daran jetzt massive Kritik.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.07.2022 15:14
Das Gutachten ist nicht objektiv und nicht wissenschaftlich genug, sagt Rechtsanwalt Frank Adolphs. Er vertritt knapp 300 Geschädigte der Flutkatastrophe. Für ihn ist es eine Frechheit, wie das Gutachten entstanden ist: die Wissenschaftler der Uni Aachen konnten lediglich die Daten verwenden, die sie vom Wupperverband bekommen haben. Er habe mit seinen Mandanten ein ganzes Jahr lang auf das Gutachten gewartet, so der Anwalt. Die Staatsanwaltschaft hat ebenfalls darauf gewartet und deshalb kaum ermittelt. Der Wupperverband kümmert sich um die Talsperren in der Region und überwacht Flusspegel.