
Apotheken-Protest: Flächendeckende Versorgung ist das Ziel
Die Apotheker auch bei uns im Bergischen haben genug: Mit einem bundesweiten Protesttag wehren sie sich am Mittwoch gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Der Großteil von ihnen lässt ihre Apotheken zu. Der Notdienst ist sichergestellt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.06.2023 04:15
Konkret geht es um die Unterfinanzierung und die seit Jahren gleich bleiben Honorare. Die führen zu den aktuellen Lieferengpässen, Personalnot, Schließungen und damit einer Unterversorgung der Patienten. Im Endeffekt protestiere man für jeden einzelnen Patienten, sagt Oberbergs Vertrauensapotheker Sebastian Gissinger:
Wir sind eine ländliche Gegend hier und in der ländlichen Gegend ist die Versorgung immer am ehesten gefährdet, wenn wir darüber reden, dass Apotheken-Schließungen kommen. Am Ende ist es ja - wenn die Apotheken fehlen - keine gute Versorgung mehr für den Patienten. Und deswegen ist es wichtig, dass die Lieferengpässe angegangen werden und dass wir sehen, dass wir Apotheken im flächendeckenden Netz haben, damit der Bürger die Apotheken auch fußläufig zeitnah erreichen kann.
Allein in Oberberg bleiben heute 95 Prozent der insgesamt 62 Apotheken dicht, drei bieten einen Notdienst an. Im Rheinisch-Bergischen sieht es ähnlich aus. Unter anderem fordern die Apotheker eine Anhebung der Honorare für verschreibungspflichtige Arzneimittel von 8,35 Euro auf 12 Euro pro Packung. Dem hat hat Gesundheitsminister Lauterbach allerdings schon eine Absage erteilt.