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Apotheker: Medikamenten-Mangel weiter großes Problem
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Apotheker: Medikamenten-Mangel weiter großes Problem

Kein Antibiotikum, kein Blutdruckmittel, kein Fiebersaft für Kinder - der Medikamentenmangel in den Apotheken bei uns im Bergischen bleibt weiterhin ein großes Problem. Und das wird sich auch so schnell nicht ändern, sagt Sebastian Gissinger, Apotheker in Engelskirchen und Mitglied des Apothekerverbands Köln. Ihm fehlen aktuell 300 Positionen, die sonst standardmäßig immer auf Lager sind.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.01.2023 05:00

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So etwas hat es noch nie gegeben. Das sagen auch Apotheker, die seit Jahrzehnten im Geschäft sind, so Gissinger. Seit Monaten kommt es zu Engpässen bei den Lieferketten. Weiterhin fehlen zum Beispiel spezielle Antibiotika. Wenn etwas lieferbar ist, müsse man sofort zuzuschlagen, sonst ist es sofort wieder vergriffen, sagt der Apotheker.

Grund für die Engpässe sind die geltenden Rabattverträge. Außerdem werden die Medikamente hauptsächlich in China produziert. Der Ukraine-Krieg habe die Lage dann weiter verschärft. Aber Gissinger warnt vor Panikmache: Es gebe für fast alle Medikamente Alternativen - auch wenn das zeitaufwändig sei. Kunden sollten hier flexibel sein und den Apotheken vertrauen. 

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