
Apothekerin angeklagt nach Todesfällen
Ein Jahr nachdem eine junge Frau und ihr Säugling durch Verunreinigung einer Glukosemischung einer Kölner Apotheke gestorben sind, ist Anklage gegen die Apothekerin erhoben worden. Der Tod einer jungen Frau und ihres Babys nach der Einnahme des Mittels hatte bundesweit Sorgen ausgelöst. Die Ermittler gehen nach früheren Angaben unter anderem von einem Versehen in der Kölner Apotheke aus.
Veröffentlicht: Dienstag, 08.09.2020 10:36
Die jetzt erhobene Anklage enthält dennoch eine Überraschung. Zusätzlich dazu, dass sie versehentlich das Gefäß des giftigen Lidocains zum Mischen der Glukose verwendet haben soll, kommt, dass die Apothekerin offenbar schon mittags von ihrem Fehler gewusst haben soll. Sie hat jedoch nicht das Krankenhaus darüber informiert, das so gezielt hätte behandeln können. Die Mutter starb nach Angaben des Gerichts an einer Lidocainvergiftung. Ihr Kind sei nach dem Notkaiserschnitt wegen Frühgeburt oder der Lidocainvergiftung gestorben. Eine andere Schwangere, die wegen des bitteren Geschmacks nur einen Schluck der Lösung getrunken hat, habe sich im Krankenhaus rasch von der Vergiftung erholt.