
Ich habe ja schon immer gesagt: „Das Radio Berg-Studio ist mein zweites Wohnzimmer.“ Ich habe so viel Zeit in diesem Sendestudio verbracht, dass es sich tatsächlich so anfühlt und ein Fernseher steht dort auch. Ist nicht verwunderlich, dass so langsam die Grenzen zwischen zu Hause und Radio Berg immer mehr verschwimmen. Erst heute habe ich zum wiederholten Mal versucht, mit meinem Haustürschlüssel von zu Hause die Redaktionstür aufzuschließen. Wenn zu Hause das Telefon klingelt, melde ich mich auch schon mal mit: "Radio Berg Alex Pesch, Guten Tag!"
Und kennt ihr das Phänomen, wenn ihr nach dem Toilettenpapier greift, da wo es zu Hause ist, da hängt es aber nicht auf der Arbeit? Passiert mir ständig. Letztens wollte ich sogar die Schuhe ausziehen, als ich in den Sender gekommen bin. Das geht nicht nur mir so.
Den Kollegen geht es auch nicht besser
Sascha Wandhöfer hat das Problem mit den Schuhen auch, kann sich aber gerade noch so zurückhalten. Anders Benedict Stuwe, der läuft regelmäßig barfuß durch die Redaktion.
Eine Kollegin hat ihren halben Hausstand in der Redaktion verteilt: Kochutensilien, Hausschuhe, ein Bild von der Katze usw. Und eine andere Kollegin ist doch schwer ins Grübeln gekommen, als ihre damals vierjährige Tochter zu ihr sagte: „Mama, da wo Du wohnst, bei Radio Berg...!“
Grenzen zwischen Beruf und Zuhause verwischen
So ist das bei vielen von uns mit der Work-Life-Balance. Jetzt sagen vielleicht einige, dass das nicht gesund sein kann. Mag sein, aber wenn die Arbeit Spaß macht, merkt man gar nicht, dass man da wirklich viel Zeit verbringt. Ich glaube, es spricht für Radio Berg und das Bergische, dass bei uns die Grenzen nicht mehr klar zu trennen sind. Wir lieben das Bergische einfach, wir sind hier zu Hause.