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Auf der  Schlossallee im Geldregen
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Auf der Schlossallee im Geldregen

Tja, wer würde nicht gerne auf der Schlossallee im Geldregen stehen?

Dass das alles für ihn nicht ganz so einfach ist, davon berichtet uns heute Volker Sailer.


Veröffentlicht: Montag, 15.05.2023 12:26

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Warum besucht eigentlich niemand die Schlossallee, wenn ich dort unter Aufbietung meiner letzten finanziellen Reserven einen modernen Fünf-Sterne-Hotelkomplex errichtet habe? Gleichzeitig zieht es mich dagegen immer wieder in die Poststraße, in der ich meinem Sohn für einen Aufenthalt in seiner Absteige Runde für Runde 12.000 Euro zahlen muss. Früher fand ich die 12.000 D-Mark schon unverschämt. Und warum muss ich dauernd Arztkosten bezahlen, wenn ich als Kassenpatient ohnehin nie einen Termin bekomme? Aber nicht nur beim Monopoly ziehe ich im Kreise der Familie regelmäßig den Kürzeren. Gestern ist mir bei einem anderen Spiel kein „Influencer mit L“ eingefallen. Lionel Messi haben meine Mitspieler nicht gelten lassen. Aber auf der anderen Seite „Die Bibel“ als „Buch mit D“ schon – die Schiedsrichterin zu Hause ist parteiisch. Obwohl ich weiß, wo ihr Auto steht. Auch bei „Mensch ärgere dich nicht“ schmieden meine Mitspieler regelmäßig Allianzen, so dass ich dann immer wieder kurz vor dem Häuschen noch rausgeschmissen werde. Hier gibt es in unserer Familie übrigens die „Gummersbacher“ und die „Wiehler“ Variante: Unser Spielfeld in Gummersbach hat „Ruhebänke“, auf denen mehrere Figuren nebeneinanderstehen können. In Wiehl gibt es diese Felder nicht. Was nichts an meiner Gewinnquote ändert, nur geht es in Wiehl meist schneller, bis einer meiner Mitspieler seine vierte Figur im Häuschen hat. Bessere Quoten hatte ich früher, als ich in meiner Jugend gerne bei Radio-Spielen angerufen und regelmäßig LPs, Eintrittskarten und sogar mal eine Reise abgesahnt habe. Heute darf ich als Mitarbeiter leider bei unseren Gewinnspielen nicht mehr mitmachen, sonst würde ich es gern auch beim „Geldregen“ probieren. Mit Radio Berg habt ihr ja gerade täglich die Chance auf bis zu 50.000 Euro - damit wären auch die Hotelkosten in der Schlossallee kein Problem mehr. Ich drücke die Daumen!

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