Anzeige
Aufnahme von Geflüchteten: Bergische Kommunen am Limit
© Stadt Köln
Teilen:

Aufnahme von Geflüchteten: Bergische Kommunen am Limit

Die Kommunen im Bergischen kommen an ihre Grenzen, was die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten angeht. Die Stadt Radevormwald sagt jetzt offiziell Stopp: Man sei nicht mehr in der Lage, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, ohne den sozialen Frieden zu gefährden, sagt Bürgermeister Johannes Mans. Er will Einspruch gegen weitere Zuweisungen erheben. 

Veröffentlicht: Mittwoch, 13.12.2023 14:34

Anzeige

Die Kapazitäten seien erschöpft - sowohl räumlich als auch personell, heißt es aus Rade. Bürgermeister Mans hat angekündigt, die verantwortungslose Verteilung von geflüchteten Menschen nicht mehr hinzunehmen. Er sei nicht mehr bereit, die Weisungen auszuführen.


In Nümbrecht will man einen anderen Weg gehen: Hier könnte auf einem Grundstück zwischen Elsenroth und Marienberghausen eine Erstaufnahme-Einrichtung des Landes entstehen - mit Platz für 400 bis 500 Geflüchtete. Bei einer solchen Erstaufnahme würden die Geflüchteten nur eine kurze Zeit bleiben und dann anhand der üblichen Schlüssel verteilt. Vorteil für Nümbrecht: Die Gemeinde würde mit dem Bau aus dem Verteilerschlüssel herausgenommen – bekäme also nicht mehr wöchentlich Geflüchtete zugewiesen. Zurzeit kommen jede Woche bis zu zehn Geflüchtete nach Nümbrecht. Alle Kosten für die Unterkunft würde das Land übernehmen - aktuell laufen Prüfungen.


In Rösrath ist bereits fix, dass Container-Module auf einer Freifläche in der Brander Straße errichtet werden. In dem Übergangs-Wohnheim sollen ab dem 2. Quartal 2024 72 Geflüchtete Platz finden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige