
Ausnahmesommer in den Freibädern im Bergischen
2022 gab es einen Ausnahmesommer. Die meisten Sommerstunden seit 1951 und der Andrang auf die Freibäder im Bergischen war entsprechend groß: Besucherrekorde zum Beispiel in den Freibädern in Bergisch Gladbach und Engelskirchen! Andere Freibäder hatten mit Personalmangel zu kämpfen. So war es zum Beispiel im Rösrath-Hoffnungsthaler Freibad. Kamil Redlich, der Bademeister, musste für 3 Mann einspringen, weil Kollegen dauerhaft krank waren. Und dabei gab es in Rösrath-Hoffnungsthal auch noch einen echten Ansturm - die meisten Besucher in der Geschichte des Freibads, erzählt Kamill:
Wir hatten an dem Eröffnungstag eine bis dahin nicht erlebte Schlange, die bis runter zum Kreisverkehr stand. Das waren HUNDERTE von Menschen, die plötzlich vor der Tür standen. Das hatten wir noch nie.
Viel Arbeit für Kamill, seine Fitnessuhr hat viele gelaufene Kilometer rund um die Schwimmbecken aufgezeichnet:
Ich glaub ich bin noch nie so viel in einem Monat gelaufen. Alleine auf der Arbeit, im August, waren es 330km.
Ein paar Kilometer sind sicher dazu gekommen, um Kühlpacks an die Besucher:innen zu verteilen:
Ich schätze so an die 100 Kühlpacks pro Tag. Der übliche Wahnsinn im Freibad, wenn es warm ist. Westpenstiche, Platzwunden, Verletzungen. Je mehr Leute desto mehr Arbeit.
Veröffentlicht: Freitag, 09.09.2022 09:28
Kein Schwimmen im Freibad in Bergneustadt möglich
Ganz anderes Bild dagegen in Bergneustadt. Im Schwimmbad hatte nur der Imbiss und die Liegewiese geöffnet. Das Schwimmbecken musste wegen eines technischen Defektes geschlossen bleiben. Der trat zwei Tage vor Eröffnung auf, erzählt Stephan Büser, der Vorsitzende des Fördervereins in Bergneustadt.
Man muss die Situation annehmen, wie sie ist. Wir müssen nach vorne schauen. Unser Ziel ist es nächstes Jahr wieder am Start zu sein und darauf zu hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder einen guten Sommer haben.
Aus diesem Sommer haben die Berneustädter trotzdem das Beste gemacht. Das Freibad hat ihre große Liegefläche für Camper zur Verfügung gestellt oder auch zum Picknicken. Das wurde auch gut angenommen sagt Nanette Mai, Sprecherin des Fördervereins aus Bergneustadt:
Mein schönster Moment war es zu sehen, als ein kleines Kind kommt, einen Euro nimmt und den in die Spendendose tut und sagt: ''Ich möchte nächstes Jahr wieder schwimmen gehen.''
Eine Winteraktion ist auch schon geplant: Im November findet ein Weihnachtsmarkt im Bergneustädter Freibad statt. Not macht halt erfinderisch. Weitere Informationen findet ihr hier

