
Außendorf: Streit um Kreuz in Berlin
Nach dem Entsetzen über seine „Kreuz-Kritik“ hat sich der rheinisch-bergische Bundestags-Abgeordnete der Grünen, Maik Außendorf jetzt geäußert: Auf der Plattform „X“ entschuldigt er sich, falls seine Anfrage an die Bundestags-Präsidentin als Angriff verstanden worden sei. Sie sei „weder gegen die Union noch eine Religion gerichtet“ gewesen.
Veröffentlicht: Dienstag, 29.10.2024 16:42
Jede Fraktion könne ihren Sitzungssaal selbstverständlich gestalten, wie sie möchte, schreibt Außendorf. Er hatte in einem Brief darum gebeten, dass andere Sitzungsräume für den nächsten Wirtschafts-Ausschuss gefunden werden. Der sollte wegen Umbauarbeiten ausnahmsweise in einem Saal der CDU-Fraktion stattfinden. Dort hängt ein Kreuz an der Wand. Das widerspreche der Trennung von Staat und Kirche und sei nicht weltanschaulich und religiös neutral, sagt Außendorf.
Diese Äußerung hatte sowohl die Gemüter in Berlin, aber auch im Bergischen erhitzt: Die CDU Bergisch Gladbach kritisiert Außendorfs Vorstoß mit den Worten „Intoleranz statt Verständnis und Respekt“. Der Fraktionsvorsitzende der Bergisch Gladbacher CDU, Michael Metten, schreibt in einer Pressemitteilung: „Er ist zu Gast in den Fraktionsräumen der CDU und stellt übergriffige Forderungen auf.“