
Auszeit Waldbaden
Sich eine Auszeit gönnen, das ist gerade schwierig, weil der Lockdown viele Möglichkeiten für die kleinen Auszeiten vom Alltag gerade verwehrt: Einfach mal im Wellnessbad, im Kino oder in einem guten Restaurant abtauchen - das geht gerade nicht. Eine Corona-konforme Alternative ist das Waldbaden, ein Wellnesstrend aus Japan. Mit allen Sinnen in den Wald eintauchen wird mittlerweile auch hierzulande immer populärer.
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.12.2020 15:08
Wie funktioniert Waldbaden?
Zum Waldbaden braucht ihr wetterfeste, bequeme Kleidung und einen Wald, möglichst einen Mischwald, der ohne lange Anfahrt zu erreichen sein sollte. Waldbaden ist eine Form der Meditation. Ziel ist es, den Kopf von den Alltagsgedanken frei zu bekommen und möglichst viel Wald in sich aufzunehmen.
So kann das Waldbaden gelingen:
- möglichst alleine los ziehen, auch der Hund bleibt zu Hause, weil er zu viel Aufmerksamkeit beansprucht.
- wer nicht alleine unterwegs ist, sollte sich für die Zeit des Waldbadens zum Schweigen verabreden
- Waldbaden ist kein Sport: langsam und bedächtig gehen
- um den Wald wirklich wahrnehmen zu können, sollte mindestens eine Stunde Zeit eingeplant werden.
- sich selber Wahrnehmungsaufgaben stellen: Zum Beispiel bestimmte Zeiten fürs Riechen, Hören und Fühlen bestimmen.
- sich Themen aussuchen: Blätter nach Farbe und Form betrachten, die Beschaffenheit der Zweige betrachten, ein Stück Rinde betasten, Blätter zwischen den Fingern zerreiben und daran riechen
- .für Fortgeschrittene: sich 10 Minuten mit geschlossenen Augen an einen Baum lehnen und die Wahrnehmungen reflektieren
- für Profis: einen Baum umarmen
Waldbaden als Therapie
Waldbaden wird vielerorts auch als Therapieform angeboten. Bei uns im Bergischen macht das zum Beispiel die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht. Infos bekommt ihr hier.
Um euch einen Eindruck zu verschaffen könnt ihr auch auch einen Film über Waldbadenvon der Klinik anschauen.
Weitere Tipps zum Thema Waldbaden gibt es auch hier .