
Bau der Gaspipeline nach Bergisch Gladbach beginnt
Die umstrittene Ferngasleitung zwischen Leverkusen und Bergisch Gladbach-Paffrath kann kommen. Die Betreiberfirma aus Essen Open Grid Europe hat jetzt die konkreten Baupläne vorgestellt. Bis Ende 2022 soll die Gaspipeline fertig sein und künftig Gas aus Dänemark und Norwegen transportieren. Die Stadt Leverkusen hatte jahrelang gegen das Bauvorhaben geklagt, war im Januar aber vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert. Auch eine Bürgerinitiative aus Leichlingen hatte sich vergeblich gegen die Pipeline eingesetzt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2020 03:24
Außer durch Leichlingen soll die Gaspipeline im Bergischen auch durch einen kleinen Teil von Bergisch Gladbach verlaufen - und zwar durch ein Waldgebiet zwischen Schildgen und dem Kombibad. Für den Bau der knapp 24 Kilometer langen Pipeline zwischen Hitdorf und Paffrath müssen viele Bäume gefällt werden - außerdem soll die Pipeline zum Teil nah an Wohnhäusern entlanglaufen.
Die Firma muss für die gefällten Bäume Ersatzbäume pflanzen und hat angekündigt, dass die Pipeline in Zukunft streng bewacht wird. Baustart in Leverkusen ist Mitte Juni. In Bergisch Gladbach sollen die Arbeiten 2022 starten.
Die Pipeline ist nötig, weil das Gas künftig nicht mehr aus den Niederlanden kommt und sich die chemische Zusammensetzung ändert.
Die Verantwortlichen haben unter netg-voigslach-paffrath.de eine Internetseite freigeschaltet, auf der sie über das Projekt und Zeitpläne informieren.