Bauende der Mülheimer Brücke verschiebt sich

Nach der Verzögerung bei der Fertigstellung der Leverkusener A1-Rheinbrücke müssen Pendler aus dem Bergischen sich jetzt auf weitere Verzögerungen einstellen. Auch das Ende der Baustelle auf der Mülheimer Brücke lässt länger auf sich warten. Das hat Radio Berg aus Verwaltungskreisen erfahren.

© Frank Waltel

Eigentlich sollte die Sanierung der maroden Brücke 2023 fertig sein, jetzt soll die Mülheimer Brücke aber erst zwei Jahre später fertig werden, wie die Stadt Köln mitteilt. Der Grund: Die Brücke habe viel mehr Mängel als gedacht. In Brückenteilen seien Asbest und krebserregende Metalle zum Vorschein gekommen und die Rostschäden sind auch stärker als angenommen. Man habe zwar umfangreiche Voruntersuchungen des Betons, des Stahls und des Baugrundes durchgeführt, weitere Untersuchungen konnten aber erst nach dem Beginn der Baumaßnahme erfolgen, heißt es. Teilweise waren die Bereiche nicht zugänglich. Durch die Bauverzögerung wird es wahrscheinlich auch teurer. Wie viel teurer es wird, könne man derzeit noch nicht sagen. Bisher waren die Kosten auf 188 Millionen veranschlagt. Seit Jahren schon gilt die Brücke aus dem Jahr 1929 als sanierungsbedürftig. Im Zuge ihrer Generalsanierung steht pro Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

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