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Bene findet, dass es düster aussieht um seine Backkünste
Benedict Stuwe
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Bene findet, dass es düster aussieht um seine Backkünste

Nach vielen misslungenen Versuchen, wollte Bene schon seine Kuchenformen an den Nagel hängen, dann aber hat der Zufall ihn eines Besseren belehrt.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.04.2022 07:53

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Abgesehen davon, dass ich den Geruch von Gebackenem in meiner Wohnung nicht so gern mag, gefällt mir aber die Idee von frischem selbst gebackenem Kuchen, aufwendigeren Torten oder leckeren Teilchen. Vor allem, wenn sich Besuch ankündigt. Das Problem dabei: Ich habe wirklich kein Glück beim Backen. Ich würde mich als ganz passablen Koch bezeichnen und bekomme sogar aus den letzten Resten der Küche noch „us de lamäng“ was Herzhaftes gezaubert. Mir schmeckt es jedenfalls und auch die Freunde, die ich bisher bekocht habe, kommen noch zum Essen wieder. Aber backen? Bestes Beispiel: Ich lade meine Familie ein, will noch schnell einen einfachen Gugelhupf machen. Kurz bevor ich den Teig in die Form geben will, probiere ich - und muss mir über der Spüle erstmal den Mund auswaschen. Statt Zucker befanden sich 250 Gramm Salz in meinem Teig. Der Klassiker. Ich hatte aber nicht mehr genug Eier, um neuen Teig zu machen. Also habe ich improvisiert und mit Öl und Milch versucht, einen neuen Teig zu kreieren. Das Ergebnis war trotz leckerer Blaubeerfüllung ein seltsam pappiges Gebäck mit salziger Note. Anderes Beispiel: Schoko-Cheesecake-Muffins. Sahen auf dem Rezeptfoto super aus, in meinem Ofen leider schon nicht mehr so toll, und nachdem sie ordnungsgemäß abgekühlt waren, sahen sie aus wie kleine Häufchen Torf, wo sich jemand drauf gesetzt hat. Immerhin war der Geschmack ganz gut. Es gibt noch mehr solcher misslungener „Backwerke“ - also resigniere ich und hänge meine Backformen an den Nagel. Aber neulich habe ich abends tierische Lust darauf, Kuchenteig zu naschen. Also mache ich mir nach Gefühl einen Rührteig mit Schokostücken. War natürlich ein bisschen viel zum roh essen, also schiebe ich den Rest in den Ofen. Und wie sollte es anders sein, der Kuchen war unglaublich lecker! Saftig, schokoladig, fluffig. Zufall? Vielleicht warte ich einfach den nächsten Heißhunger auf Kuchenteig ab? Frei nach dem Motto: Hunger ist der beste Bäcker!

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