
Hurra, der Herbst ist da. Draußen fliegen die Blätter schon wild durch die Gegend. Hier in der Redaktion übrigens auch. Allerdings sind es hier Ausdrucke und Notizblätter, die vom Wind ab und an durch die Gegend segeln, schließlich wird regelmäßig gelüftet. Aerosole und so. Denn dieser Herbst ist ja ein bisschen anders, als die bisherigen Herbste. Manche nennen ihn Corona-Herbst. Und ja, die zweite Welle der Pandemie hat uns schon längst erreicht. Da schleicht sich schnell so ein Gefühl von hinten heran, dass dieser Herbst noch dunkler und kälter wird, als er das vielleicht sowieso schon wäre. Als ich vor kurzem aus dem Redaktionsfenster über das Bergische geguckt habe, habe ich die ersten komplett bunten Bäume gesehen. Die haben richtig geleuchtet, obwohl es eigentlich total grau draußen war. Dann hat es plötzlich auch noch angefangen heftig zu regnen und zu stürmen. Kurz vor Feierabend hat die Sonne alles wieder in ihr warmes Licht getaucht. Und da dachte ich: Der Herbst ist doch unglaublich vielschichtig! Grau und gleichzeitig bunt. Kalt und gleichzeitig warm. Dunkel und gleichzeitig hell. Und so ein bisschen ist es doch gerade auch mit unserer Situation. Viele Dinge sind wegen Corona einfach doof. Richtig doof. Aber: wenn wir anstatt auf den Regen und den Wind und die Dunkelheit auf die bunten Blätter gucken und uns daran freuen - vielleicht hilft uns das auch in der jetzigen Situation das Positive zu sehen. Die bunten Blätter zu finden. Und mitzunehmen, sie einzukleben. Oder um es mit Albus Dumbledores Worten zu sagen: „Glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf bloß nicht vergessen, ein Licht leuchten zu lassen“. Wir schaffen das.