
Bergische Finanzen in Schieflage
Die finanzielle Situation in beiden bergischen Kreisen hat sich drastisch verschlechtert - der Rheinisch-Bergischen und auch der Oberbergische Kreis haben mit immer höher werdenden Sozialausgaben und gleichzeitig stagnierender Wirtschaft zu kämpfen.
Veröffentlicht: Freitag, 13.12.2024 10:49
Die Kreistage haben am Donnerstagabend jeweils ihre Doppelhaushalte verabschiedet, bzw. eingebracht. Beide haben große Löcher in der Kasse.
Ohne den Griff in die allgemeine Rücklage geht es nicht: Der Rheinisch-Bergische Kreis hat Ende nächsten Jahres sein bestehendes Eigenkapital komplett aufgebraucht und geht deshalb in ein Haushaltssicherungskonzept. Der Oberbergische Kreis hat bis 2026 ebenfalls sein Polster aufgebraucht.
Auch die Städte und Gemeinden bekommen das zu spüren: In Oberberg steigt nächstes Jahr die Kreisumlage, in Rheinberg dann auch ab 2026.
Die finanzielle Situation sei desaströs - Grund: Land und Bund übertragen immer mehr Aufgaben an die Kommunen - ohne Gegenfinanzierung. Auch der Oberbergische Landrat spricht von einer konzeptlosen Politik auf Bundesebene, zulasten der Kommunen.
Beide Kreise wollen aber trotzdem auch in Zukunft in Infrastruktur oder auch Katastrophenschutz investieren.