
Bergische Händler und Gastronomie hoffen auf Öffnungsstrategie
Wenn heute Länderchefs und die Kanzlerin zusammensitzen, beobachten besonders Geschäftsleute mit kleineren Betrieben das Treffen mit Spannung. Viele von ihnen warten noch immer auf die versprochenen Hilfen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.03.2021 05:27
Eine von ihnen ist Bibi aus Lindlar, die in Lindlar und in Wiehl Tattoostudios betreibt und seit vielen Wochen nicht arbeiten kann.
Ich erhoffe mir klare Entscheidungen zur Öffnungsstrategie und dass es zügig für uns weitergehen kann.
Sie würde sich wünschen, dass bei den Entscheidungen über Hygieneauflagen Fachpersonal miteinbezogen würde. Auch hofft sie, dass Schnelltests zügig Eingang in unseren Alltag finden, um Öffnungen zu ermöglichen.
Gastronomie am Ende der Kräfte
Das Gastgewerbe ist am Ende: Sowohl finanziell, als auch mit der Geduld, so der DEHOGA. Angela Borchert aus Wermelskirchen hat letztes Jahr dort ein veganes Café eröffnet:
Ich denke, dass wir uns langfristig mit dem Virus anfreunden müssen. Das wird eine Sache sein mit der wir leben müssen, und man kann nicht permanent die ganze Wirtschaft runterfahren und alle möglichen Sparten komplett schließen. Es müssten jetzt relativ schnell Lockerungen herbeigeführt werden.
Eine aktuelle Beschlussvorlage sieht aber vor, dass zum Beispiel Außenbereiche von Gaststätten erst öffnen dürfen, wenn die Wocheninzidenz stabil unter 35 liegt. Der Hotel- und Gaststättenverband will dagegen klagen, falls Bund und Länder tatsächlich so entscheiden. Der DEHOGA für die Region fordert zum Beispiel konkrete Maßnahmen, wie die Gastronomie trotz des Virus öffnen kann, zum Beispiel mit mehr Tests.
Falls die Politik einen weiteren harten Lockdown für die Gastronomie beschließt, will der DEHOGA dagegen klagen.