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Bergische Kinderärzte gegen Fieberambulanzen
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Bergische Kinderärzte gegen Fieberambulanzen

"Fieberambulanzen für kleine Patienten mit Grippe-Symptomen sind nicht der richtige Weg". So reagieren die bergischen Kinder- und Jugendärzte auf entsprechende Pläne von Bundesgesundheitsminister Spahn.

Veröffentlicht: Mittwoch, 23.09.2020 04:27

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Dabei geht es ihnen um die aktuelle Teststrategie, aber auch um das Wohl ihrer jungen Patienten.

Viele Patienten gehen seit dem Säuglingsalter zum selben Arzt, sagt Dr. Björn Hoffmann, Obmann des Berufsverbands Kinder- und Jungendärzte in Oberberg. Dieses Vertrauensverhältnis könne eine Ambulanz nicht bieten. Außerdem kenne man die Krankheitsgeschichte der Patienten und könne Symptome deutlich besser einschätzen.

Die meisten Praxen in Oberberg sind aktuell gut auf Corona eingestellt: Es gibt gesonderte Sprechzeiten für Patienten mit Infekten.

Statt der Fieberambulanzen wünschen sich die Kinderärzte eine neue Teststrategie: Statt wie bisher bei jedem Atemwegsinfekt einen Corona-Test zu machen, sollten die Tests mehr dem Ermessen der Eltern und Kinderärzte überlassen werden.

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Problem: "Unsinnige" Arztbesuche

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Das Problem seien nicht die Patienten mit Fieber, sagt Hoffmann. Viel schlimmer seien die vielen „unsinnigen“ Arztbesuche: Da Kinder mit Schnupfen oder Husten nicht in die Schule oder Kita sollen, viele aber noch Betreuung brauchen, kommen viel Eltern in die Praxen, weil sie eine Krankschreibung für ihr Kind brauchen. Das sollte künftig auch telefonisch möglich sein, so Hoffmann.

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