
Bergische Tiere gegen Springkraut und Herkulesstaude
Es wächst überall und verbreitet sich seit Jahren unaufhaltsam im Bergischen: Springkraut. Gerade jetzt blüht es wieder lila an sämtlichen Böschungen und an Wegesrändern. Springkraut stammt aus dem Himalaya und wird bei uns als invasiver Neophyt bekämpft. Sprich das Zeug ist bei uns ein Eindringling und verdrängt die heimische Uferbepflanzung. Den Kampf gegen das Springkraut können wir nur gewinnen, wenn uns die Tiere helfen. Weidetiere wie Schafe und Kühe fressen das gerne für uns auf.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.09.2021 12:59
Das Bergische braucht mehr Weidetierhaltung
Da, wo Kühe und Schafe weiden, wächst kein Springkraut mehr. Bergschafe fressen sogar die gefährliche Herkulesstaude auf. Die Pflanze ist Phototoxisch, kommt unsere Haut mit Teilen der Pflanze oder dem Pflanzensaft in Berührung, gibt es Verbrennungen an der Stelle. Wir Menschen können die Herkulesstaude nur mit entsprechender Schutzkleidung beseitigen, die Schafe fressen sie einfach auf.
Mit Kühen kann man nicht spazieren gehen
Mit einer Kuh an der Leine am Springkraut vorbei zu spazieren und so das Problem in den Griff bekommen, davon rät Biobauer Peter Schmidt aus Gummersbach ab. Es sei kein Spaß eine 600 Kilo schwere Kuh durch die Gegend zu führen. Bei Schafen sieht die Sache schon wieder anders aus. Mit denen kann man von Weideort zu Weideort ziehen und so einiges an unerwünschten Pflanzen auf natürliche Weise beseitigen.
So werdet ihr zum Schäfer
Wenn ihr schon lange überlegt habt, dass ihr euch ein paar Nutztiere anschaffen wollt, dann werden es jetzt vielleicht Schafe. Eine Anleitung, wie man die Tiere richtig hält findet ihr hier.