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Bergisches Karnevals-Trauma!
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Bergisches Karnevals-Trauma!

Was unsere Volontärin Annika auf ihrem ersten Karnevalszug im Bergischen erlebt hat, davon erzählt Sie uns hier...

Veröffentlicht: Montag, 27.03.2023 15:15

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Bergisches Karnevals-Trauma!

Über einen Monat ist mein Reportereinsatz im Bergischen über die Karnevalstage jetzt her und immer noch höre ich mich auf dem Karnevalszug in Morsbach voller Inbrunst und Überzeugung und mit allem, was meine Stimme an Lautstärke zu bieten hat, in das Mikro rufen: Mueschbech Alaaf!!!

Was folgte war betretenes Schweigen. Große Augen haben mich mit Entsetzen angeguckt, ein Mann hat vor lauter Schock seinen Schluck Bier wieder ausgespuckt, Kinder haben aufgehört Kamelle zu sammeln und ich bin mir ziemlich sicher, dass irgendwo in der Menge ein Baby angefangen hat zu weinen. 

Ein netter Mann in den Vereinsfarben gekleidet kam zu mir und flüsterte mir ins Ohr: „In Morsbach rufen wir: Mueschbech deheem! Nicht Alaaf.“

Ups.

Eigentlich wollte ich besonders über die Karnevalstage gekonnt überspielen, dass ich erst im Januar für meinen Job bei Radio Berg aus der Eifel ins Bergische gezogen bin. Was soll ich sagen: Ziel knapp verfehlt. Ich hätte mir genau so gut ein Schild umhängen können mit: Ich bin nicht von hier!

Ein Glück, sind die Menschen im Bergischen generell alle nett und nicht nachtragend. In der Eifel hätten sie mich dafür mit Heugabeln verfolgt und an den Haaren auf den Scheiterhaufen gezogen. In Morsbach durfte ich mein Glück sogar nochmal versuchen. Der zweite Versuch hat dann geklappt, der Mann konnte sein Bier ohne weitere Zwischenfälle leer trinken, das Baby hat sich auch wieder beruhigt und ich habe die Morsbacher in mein Herz geschlossen.

 

 

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