
Bergisches Land - Großteil der Mini-Jobs in Frauenhand
Die Lohnschere bei Männern und Frauen klafft auch bei uns im Bergischen noch weit auseinander. Das liegt auch daran, dass ein Großteil der Mini-Jobs in Rhein- und Oberberg in Frauenhand ist. Von den rund 24.800 Minijobs im Rheinisch-Bergischen und den rund 28.000 Minijobs im Oberbergischen sind fast 60 Prozent von Frauen besetzt. Das sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.
Veröffentlicht: Montag, 13.03.2023 09:44
Die 520-Euro-Arbeit ist weiblich, sagt die Gewerkschaft. In der Nahrungsmittel- und Gastro-Branche ist der Anteil der Minijobberinnen sogar noch höher und liegt zum Teil bei 70 Prozent. Auch die 52.000 Teilzeitstellen werden zu über 80 Prozent von Frauen besetzt. Heißt: Frauen verdienen grundsätzlich schon weniger und haben auch eine kleinere Rente. Mini-Jobs bedeuten aber Mini-Renten, sagt die NGG.
Es sei daher wichtig, mit dem Tabu zu brechen, dass man über Geld nicht spricht. Es sei wichtig in Unternehmen mit Betriebsräten, das Thema Lohngleichheit anzusprechen. Wie dick die Lohntüte ist, dürfe nicht vom Geschlecht abhängen, so die Gewerkschaft.