
Mit einem umfangreichen Krisenplan ist das Bergische auf einen möglichen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest vorbereitet. Nach dem Fund infizierter Tiere in Brandenburg in dieser Woche ist die Tierseuche näher gerückt.
Für Menschen ist der Erreger ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber meist tödlich. Sobald im Bergischen ein totes Tier mit dem Erreger gefunden wird, greift der Notfallplan. Ein Bereich von etwa 20 Kilometer rund um den Fundort soll dann innerhalb weniger Tage eingezäunt werden. In dieser Zone werden Wild- und Wanderwege gesperrt, nur Straßen bleiben frei.
Ein kilometerlanger Elektrozaun liegt beim Landesumweltamt bereit zum Aufstellen, damit der Erreger nicht weiterverbreitet wird. Die verbliebenen Wildschweine in der Zone würden später dann gezielt gejagt. In beiden Kreisen hat es in den vergangenen Jahren bereits große Krisenübungen gemeinsam mit den Nachbarregionen gegeben.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Tierseuche sind für das Bergische eher gering, weil es in beiden Kreisen nur wenige Betriebe mit Schweinehaltung gibt. Sie allerdings leiden unter dem von China und anderen Ländern verhängten Importverbot für deutsches Schweinefleisch.