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Beucher kritisiert IOC
© DOSB
Friedhelm-Julius Beucher
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Beucher kritisiert IOC

Der Präsident des Deutschen Behindertensport-Verbands Friedhelm-Julius Beucher aus Bergneustadt hat kurz vor dem Start der Winter-Paralympics in Peking das IOC scharf kritisiert. Beucher hält nichts von der Vergabe der Olympischen Spiele nach China.

Veröffentlicht: Donnerstag, 24.02.2022 05:49

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Der 75-Jährige sagte wörtlich: "Dem IOC fehlt das Bewusstsein für gesellschaftspolitische Verantwortung. Die Athleten sind die Opfer, die praktisch in Sippenhaft genommen werden und an Orten zu sportlichen Vergleichen gezwungen werden, für die es eigentlich keine gesellschaftliche Anerkennung geben darf". Außerdem kritisierte er, dass die Barrierefreiheit in China bei 85 Millionen Behinderten immer noch mangelhaft sei.

In der IOC-Charta fehle das offensive Eintreten für demokratische Rechte, so der Bergneustädter weiter. Das könnte man im Regelwerk problemlos anpassen: In Länder, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden, wo Menschen gequält und ermordet werden, gehören keine internationalen Sportwettkämpfe. Und erst recht keine Olympischen Spiele. "Schade", sagte Beucher lapidar zu der Meldung, dass der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach die Paralympics nicht persönlich besuchen möchte. 

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