Beziehungsdrama am Bahnhof in Iserlohn: Staatsanwaltschaft äußert sich zum Motiv

Im Fall des tödlichen Beziehungsdramas am Iserlohner Bahnhof sind die polizeilichen Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen aus Bergisch Gladbach abgeschlossen. Das hat die Staatsanwaltschaft Hagen mitgeteilt. Sie geht durch die Ergebnisse von Mord in zwei Fällen aus.

Der 43-jährige Gladbacher soll im August am Bahnhof in Iserlohn seine Noch-Ehefrau und deren neuen Partner mit einem Küchenmesser erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft hat sich jetzt erstmals zum Motiv geäußert: Demnach geht sie in beiden Fällen von niederen Beweggründen aus. Im Fall des neuen Partners kommt außerdem das Mordmerkmal „Grausamkeit“ in Frage. Mit einer Anklage-Erhebung wird zeitnah gerechnet. Die Tat vor zahlreichen Zeugen hatte für großes Aufsehen gesorgt. Das Baby der Frau lag zum Tatzeitpunkt im Auto und konnte unverletzt gerettet werden. Den Aufenthaltsort seiner Noch-Ehefrau soll der Mann über Kontoauszüge ermittelt haben.

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