
Bilanz - weniger Angriffe gegen Polizisten
Wie viele Einsätze hatte die Polizei Rhein-Berg im vergangenen Jahr? Die Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz der Polizei Rhein-Berg hat jetzt Bilanz für das vergangene Jahr 2022 gezogen. Dabei ging es unter anderem um die Frage wie sich die Einsatzzahlen entwickelt haben, wieviel Zeit vom Notruf bis zum Einsatz verstreicht und was die verschiedenen Gründe für die Einsätze sind.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.03.2023 06:05
Demnach ist zum Start der Pandemie die Zahl der Einsätze zwar gefallen, seitdem gibt es aber wieder einen leichten Anstieg. Bedeutet: 2022 gab es insgesamt etwas mehr Einsätze als noch im Vorjahr. Besorgniserregend sei diese Entwicklung nicht, leichte Schwankungen habe man in den letzten Jahren immer mal wieder feststellen können, heißt es.
Das gelte auch für die Zeit, die benötigt wird, um zum Einsatz zu kommen. Hier brauchte die Polizei letztes Jahr im Schnitt ein paar Sekunden mehr als sonst. Pro 100.000 Einwohnern mussten die Beamten in Bergisch-Gladbach übrigens am häufigsten raus, in Kürten mit Abstand am seltensten. Immer häufiger sind diese Einsätze aufgrund von häuslicher Gewalt und Demos beziehungsweise größere Veranstaltungen.
Weniger Angriffe gegen Beamte - gleichzeitig aber mehr Verletzte
Außerdem geht aus der Jahresbilanz hervor, dass es in 2022 insgesamt weniger Widerstand und Angriffe gegen Beamte gegeben hat. Gleichzeitig verletzten sich dabei aber häufiger Polizisten als noch im Jahr zuvor. Es ist aber bei leichten Verletzungen geblieben. Besonders interessant war auch die sogenannte Einsatzuhr, aus der hervor geht, dass es im Schnitt ca. jede Stunde einen Verkehrsunfall gab, alle 24 Stunden eine vermisste Person und in etwa alle 32 Stunden eine Todesermittlung in RheinBerg.
Die Polizisten verwendeten letztes Jahr insgesamt 32 Mal die Schusswaffe: 2 Mal gegen Personen, einen davon als Warnschuss. Dennoch sei dies außergewöhnlich, im Normalfall gibt es keinen Schusswaffengebrauch gegen Personen, heißt es.