
Er habe sich bei der ersten Äußerung seinen Teil gedacht, sagte uns der oberbergische CDU Bundestagsabgeordnete Carsten Brodesser. Kramp-Karrenbauer habe sie aber wieder gerade gerückt. Personaldiskussionen um die CDU-Chefin hält er nicht für sinnvoll:
Die Partei müsse in Zukunft kommunikativer, moderner und vor allem jugendlicher werden. Die Kritik von Annegret Kramp-Karrenbauer am Video des Youtubers Rizo zu kritisieren, ist aber berechtigt, sagt Brodesser. Auch wenn es keinem in der CDU gefallen hat – das sei die Veränderung in der Medienlandschaft:
Auch der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete fürs Rheinisch-Bergische Wolfgang Bosbach steht den Äußerungen Kramp-Karrenbauers sehr skeptisch gegenüber. Er verweist darauf, dass es auch außerhalb des Netzes keine solchen Regeln gibt – dafür aber Artikel 5 des Grundgesetzes: Die Meinungs- und Pressefreiheit.
Hintergrund der Diskussion ist der Wahlaufruf von einer Reihe von Youtubern, der sich insbesondere gegen CDU und SPD richtete. Kramp-Karrenbauer hatte daraufhin Regeln für «Meinungsmache» im Netz in Wahlkampfzeiten ins Gespräch gebracht – das wurde mehrfach als Regulierung von Meinungsäußerungen verstanden.
