
Initiiert hat die Aktion Kurt Lammert, Inhaber des Gut Landscheids in Burscheid und der Klinik Wersbach in Leichlingen-Witzhelden. Seine Stiftung finanziert die Schnelltests auf Gut Landscheid. Medizinisches, geschultes Personal der Klinik führt die Tests durch. Lammert möchte damit einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Wer sich auf Gut Landscheid testen lassen möchte, kann das vorerst von Montag bis Mittwoch jeweils zwischen 10 und 16 Uhr tun. Je nach Resonanz soll die Teststation aber auch darüber hinaus bestehen bleiben. Schnelltests gelten als nicht ganz so sicher wie PCR-Tests. Deswegen sollte auch bei einem negativen Testergebnis nach wie vor eine Maske getragen und Abstand gehalten werden. Weitere Infos gibt es auch hier.
Weitere Pläne
Für das neue Jahr plant Lammert zudem eine "Walk-In-Teststation" an der Klinik Wersbach in Leichlingen-Witzhelden. Außerdem hofft er, dass sich Interessierte melden, die von seinem Klinikpersonal für Schnelltests ausgebildet werden wollen. So möchte er auch langfristig einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. In die Drive-In-Station in Burscheid und die Walk-In-Station in Witzhelden investiert er rund 100.000 Euro über seine Stiftung.
Geschultes und erfahrenes medizinisches Fachpersonal der Klinik Wersbach testet an drei Tagen, 28. Bis 30. Dezember, jeweils von 10 bis 16 Uhr, Menschen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis auf Covid-19. Binnen kurzer Zeit wird den Getesteten das Ergebnis mitgeteilt. „Ich finde, jeder Kreis sollte solch eine Test-Station anbieten, dann hätten wir einen genaueren Überblick über die Infektionszahlen“, sagt Kurt Lammert, der sich verpflichtet fühlt, für die Region einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. Er hatte die Idee, solche Gratis-Tests anzubieten, die schnell, einfach und sicher über die Bühne gehen. Der Vorteil: Das Fachpersonal aus Ärzten und Pflegern der Klinik Wersbach ist darin geschult, die Schnelltests richtig und sorgsam durchzuführen. Seit März schon werden Patienten und Personal regelmäßig auf eine Covid-Infektion getestet, zunächst durch Bluttests und seit einigen Monaten mit den Schnelltests.
Wie läuft der Test ab? Zur Teststation gelangen die Autofahrer von der B 51 über die schmale Zubringerstraße zum Parkplatz des Guts Landscheid. Dort werden sie eingewiesen, wo sie halten sollen. Jede Testperson bleibt im Wagen und sollte den Personalausweis bereithalten. Voraussetzung für eine Teilnahme am Test ist, dass jeder mit der Weiterverarbeitung der Daten einverstanden ist. Das heißt, der Personalausweis wird fotokopiert, damit niemand auf die Idee kommt, einen Fake-Namen anzugeben. Auf einem Vordruck wird die Handynummer angegeben und per Unterschrift dokumentiert, dass bei einem positiven Befund das Gesundheitsamt informiert wird. Die Daten der negativ Getesteten werden nach dem Testergebnis sofort vernichtet. Dank der Daten der positiv Getesteten kann das Gesundheitsamt einen weiteren Test durchführen, Kontaktpersonen des Infizierten nachverfolgen und – falls dies nicht freiwillig geschieht - Quarantäne anordnen.
Das geschulte, medizinische Personal nimmt mit dem langen Stäbchen in der Nase einen Abstrich. Ein Arzt ist immer vor Ort. Wer möchte, kann direkt auf das Ergebnis warten (Dauer: ca. 15 Minuten). Pro Auto werden rund fünf Minuten für den Testvorgang und für die Datenweitergabe einkalkuliert. Die anderen werden noch am gleichen Tag informiert, falls sie positiv getestet wurden, also eine Covid-Infektion nachgewiesen wurde. Wer nichts hört, ist aktuell nicht mit dem Covid-Virus infiziert. „Diese Schnelltests sind zu 95 bis 99 Prozent zuverlässig“, sagt Kurt Lammert, der auf dem entsprechenden Markt einen Anbieter ausgewählt hat, der sehr zuverlässige Tests herstellt. Nach der Testung fahren die Teilnehmer weiter und über Drauberg zurück, so dass Zu- und Abfahrt strikt voneinander getrennt werden. Eine Anmeldung zum Test ist nicht erforderlich. Es kann allerdings je nach Andrang zu Warteschlangen kommen. Bei hohem Zulauf können eventuell zwei, drei Tests parallel laufen.
Je nach Nachfrage erwägt Kurz Lammert, weitere Test-Termine im Januar anzubieten
Rund 100.000 Euro investiert der Geschäftsführer in diese Aktion, finanziert wird sie über die von ihm und seiner Ehefrau Marietta gegründete Stiftung. Weil in diesem Jahr das traditionelle Weihnachtsdorf für den guten Zweck auf Gut Landscheid aufgrund der Pandemie nicht stattfinden kann, freuen sich die Stiftungsgründer über Spenden, die an bedürftige Kinder und an ältere Menschen weitergegeben werden.