Burscheid: Viele Feuerwehrleute in Quarantäne

In einer ehrenamtlichen Feuerwehreinheit in Burscheid gleich neun Ehrenamtler in Quarantäne geschickt werden. Einer der Männer hatte sich mit der britischen Virus-Mutation angesteckt. „Wenn das größere Ausmaße annimmt, könnten wir ein Problem bekommen“, sagt Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden. 

Es laufen Gespräche mit dem Gesundheitsamt, wie die Feuerwehr künftig mit solchen Quarantänefällen umgehen soll. Der Kreisbrandmeister macht sich aber auch Sorgen, dass viele ehrenamtliche Feuerwehrleute künftig nicht mehr zu den kleineren Einsätzen kommen könnten, weil sie eine Quarantäne fürchten und dadurch vielleicht Probleme in ihrem Haupt-Job bekommen. Dabei war die Feuerwehr in Sachen Kontakten bisher immer sehr vorsichtig: So wurden viele Weiterbildungen verschoben. Auch der normale Übungsdienst wurde deutlich reduziert - das wiederum besorgt den Kreisbrandmeister aber auch, und zwar dass das blinde Verstehen und die Routine der Einsatzkräfte im Notfall ins Hintertreffen kommen könnten.


Unterdessen hat der Rheinisch-Bergische Kreis am Dienstag fünf weitere Corona-Todesfälle bekannt gegeben. Alle Verstorbenen waren über 80 Jahre alt, drei von ihnen lebten in Senioren-Einrichtungen. Außerdem gibt es elf Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Der Oberbergische Kreis informiert über 14 Neuinfektionen. Hier liegt der Inzidenzwert jetzt bei 62, im Rheinisch-Bergischen bei 61. 



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