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Bussard in der Hand und Tauben auf dem Dach
© Brigitte Mackscheidt
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Bussard in der Hand und Tauben auf dem Dach

Bussard Lotti hat lange Zeit in Wermelskirchen Tauben vertrieben. Jetzt wurde er selbst vertrieben. Sehr zum Vergnügen der Tauben in der Stadt.

Veröffentlicht: Dienstag, 04.02.2020 12:30

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Gabriele Fiebig ist bis 2019 mit ihrem amerikanischen Wüstenbussard "Lotti" durch die Innenstadt von Wermelskirchen spaziert. Das Ziel: Der Anblick des Bussards sollte die Tauben aus der Stadt vertreiben. Das ist in Teilen auch gelungen. Immerhin konnten die bakterienkackenden Tiere zum Busbahnhof vertrieben werden. Doch bevor Gabriele auch dieses Ziel angehen konnte, hat ein Shitstorm sie gestoppt.

Einige Leute dachten, ihr Bussard würde die Tauben töten. Grund genug für sie, die Frau schlimm zu beschimpfen und zu bedrohen. "Muss ich mir nicht antun", sagte sich Gabriele. Um sich und ihr Tier zu schützen, hat sie sich zurückgezogen.

Das war der Startschuss für die Tauben, zurückzukommen. Hunderte von ihnen bevölkern die Innenstadt. Um das Problem anzugehen, will sich ein Verein gründen: "Stadttauben Wermelskirchen". Die Mitglieder wollen die Tauben an den Stadtrand treiben, bzw locken, indem sie dort regelmäßig füttern. Viel Aufwand, hohe Kosten - aber nach Gabrieles Abschied ohne Alternative.

Am neuen Standort sollen den Tauben dann die Eier weggenommen und gegen Holzeier getauscht werden, um zu verhindern, dass sie sich vermehren.

Bleibt zu hoffen, dass diese Vorgehensweise von Shitstorms und Drohungen verschont bleibt.

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Bussard in der Hand und Tauben auf dem Dach
© Christian Güldner, Radio Berg
Tauben auf einem Haus am Busbahnhof in Wermelskirchen.
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Bussard in der Hand und Tauben auf dem Dach
© Brigitte Mackscheidt
Gabriele kann inzwischen wieder lachen. Das war ihr nach den Drohungen zunächst vergangen.
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Taubenhochburg Wermelskirchen
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Das muss ich mir nicht länger antun
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