
Chempark-Explosion jährt sich zum ersten Mal
Vor genau einem Jahr war auch in Teilen des Bergischen eine Detonation zu sehen und kurz danach eine riesige Rauchsäule zu sehen. Der Grund: Eine tödliche Explosion im Leverkusener Chempark. Sieben Mitarbeiter kamen damals ums Leben – mehr als 30 wurden zum Teil schwer verletzt. Am Mittwoch wird der Opfer gedacht.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.07.2022 04:39
In allen drei Standorten des Chemparks in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen wird es zum Unglücks-Zeitpunkt um 09.37 Uhr eine Schweigeminute geben. Außerdem ist für die Angehörigen der Opfer eine Gedenkveranstaltung geplant – sie findet allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Laufe der nächsten Monate will der Chempark außerdem zwei Gedenkstätten einrichten. In der Nähe der Unglücksstelle soll eine Skulptur aus sieben Würfeln entstehen – in Gedenken an jeden Toten.
Der Betreiber Currenta setzt derweil viel daran, das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen: Er will seine Sicherheitskonzepte weiter verbessern und zusätzliche Dialogforen für Anwohner schaffen. Außerdem unterstützt der Chempark-Betreiber nach eigenen Angaben die Arbeit der Staatsanwaltschaft, um das Unglück aufzuklären.
Sie ermittelt weiter gegen vier Mitarbeiter. Ihnen wird vorgeworfen, nicht sorgfältig genug mit den Chemikalien in den Tanks der Verbrennungsanlage umgegangen sein. Wie lange die Aufklärungsarbeit noch dauert, ist völlig unklar.