
Chempark-Explosion: Rettungskräfte mit Schadstoff belastet
Hat der Einsatz bei der Explosion im Leverkusener Chempark vor knapp einem Monat gesundheitliche Folgen für die Rettungskräfte? Mit dieser Frage hat sich der Betreiber Currenta beschäftigt. Das Ergebnis: bei 55 der insgesamt über 460 getesteten Einsatzkräfte lagen einige Werte nahe oder über den zulässigen Grenzwerten.
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Über vier Tage wurden Blut- und Urinproben der Einsatzkräfte untersucht, unter anderem auf Belastungen mit Aceton oder Benzol. Grundlage dabei waren die technischen Richtlinien für Gefahrenstoffe.
Ein Mediziner der Uni Erlangen-Nürnberg ordnet die Ergebnisse als nicht sehr besorgniserregend ein: Die Grenzwerte gehen von der Belastung über ein ganzes Arbeitsleben aus, die Explosion sei aber ein einmaliges Ereignis. Er vergleicht sie mit einer Röntgenuntersuchung: Auch dabei gebe es eine zusätzliche Strahlenbelastung. Die sei aber so gering, dass das Risiko nicht erfassbar sei.
Bei der Explosion am 27. Juli sind sieben Menschen ums Leben gekommen, 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet.