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Coronavirus
© Brigitte Mackscheidt/ Radio Berg
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Corona-Blog: Infos aus dem Bergischen

Hier findet ihr die Informationen zu allem, was die Corona-Epidemie betrifft, im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis.

Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2020 10:30

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Eure häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Corona haben wir hier für euch gesammelt.

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16.03.2020

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Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das hat ein Sprecher am Montagvormittag mitgeteilt. Demnach hatte Reker Kontakt zu einer Person, die Sonntagabend positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Oberbürgermeisterin hat bisher keinerlei Symptome und arbeitet vorerst von zu Hause aus. 


Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises bittet alle Oberberger, die sich nach dem 29. Februar 2020 in Italien, Österreich oder der Schweiz aufgehalten haben und bisher noch keinen Kontakt zum Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises hatten, sich bei dem Virusmelder www.obk.de/virusmelder digital zu registrieren.

In Ausnahmenahmefällen ist das Regristrieren auch über das Bürgertelefon des Oberbergischen Kreises möglich. (Mo. - Fr. 8:00 - 18:00 Uhr, Sa. + So. 12:00 - 18:00 Uhr) unter 02261 88-3888.

Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen um eventuelle Maßnahmen mit Ihnen zu besprechen.


Der Oberbergische Kreis hat mitgeteilt, ab sofort auch kleinere Veranstaltungen von unter 1.000 Besuchern abzusagen oder zeitlich zu verschieben.

Ausgenommen hiervon sind notwendige Veranstaltungen, insbesondere solche, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür und –vorsorge zu dienen bestimmt sind.

Begründet wird diese Maßnahme vom Landesgesundheitsminister damit, dass davon auszugehen sei, dass auch für solche Veranstaltungen keine Schutzmaßnahmen getroffen werden können, die gleich effektiv aber weniger eingriffsintensiv sind, als die Veranstaltungen nicht durchzuführen.

„Der Oberbergische Kreis unterstützt die Städte und Gemeinden bei der unverzüglichen Umsetzung der notwendigen Maßnahmen“, so Landrat Jochen Hagt. Er fordert die Städte und Gemeinden im Oberbergischen Kreis auf, mit einer Allgemeinverfügung ab sofort auch alle Veranstaltungen mit weniger als 1.000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern bzw.Teilnehmenden zu untersagen.

„Diese Maßnahmen dienen dazu weitere Ansteckungen zu verhindern, Infektionsketten zu durchbrechen und das Infektionsgeschehen zu verlangsamen“, sind sich Landrat und Bürgermeister einig.

Schließung für Kitas und Tagespflegestellen

Jede Oberbergische Kindertagesstätte und Kindertagespflegestelle wird ab heute weiterhin geöffnet sein, jedoch nur für Kinder von alleinerziehenden Schlüsselpersonen oder Kinder von Eltern, die beide als Schlüsselpersonen tätig sind. Als Schlüsselpersonen gelten Berufstätige in folgende Tätigkeitsfeldern: Kranken- und Pflegepersonal, Behindertenhilfe, Kinder und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der

öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung, der Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung und Mitarbeiter von Medizinprodukteherstellern dienen.

Bis Mittwoch, den 18.03.2020, soll eine Bescheinigung des Arbeitgebers beigebracht werden, dass es sich um Schlüsselpersonen handelt. Das, vom Ministerium angekündigte Muster wird schnellstmöglich unter www.obk.de/coronavirus zur Verfügung gestellt. Dort finden Sie ebenfalls die kompletten Informationen des Landes zum Betretungsverbot von Kinderbetreuungseinrichtungen und Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen.

Schließung der Dienststellen des Oberbergischen Kreises

Die Dienststellen der Kreisverwaltung sind ab heute nur eingeschränkt erreichbar, es gelten folgende Regelungen:

Die Ausländerbehörde, die untere Jagdbehörde und das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Gummersbach-Dieringhausen bleiben von Montag bis einschließlich Mittwoch, 18.03.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Dienststellen des Straßenverkehrsamtes in Gummersbach, Waldbröl und Hückeswagen sind ebenfalls einschließlich Mittwoch geschlossen. Vereinbarte Termine werden aktuell abgesagt;

betroffene Personen werden wegen eins neuen Termins persönlich kontaktiert. Die übrigen Dienststellen der Kreisverwaltung sind nur nach telefonischer Voranmeldung persönlich erreichbar. Neben den bekannten Rufnummern ist die Kreisverwaltung für allgemeine Anliegen unter 02261 88-0 telefonisch erreichbar.

Ein weiterer bestätigter SARS-CoV-2-Fall im Oberbergischen Kreis.

Insgesamt sind im Oberbergischen Kreis bisher 27 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Davon konnten zwei Personen zwischenzeitlich gesund aus der Quarantäne entlassen werden. Die bestätigen, aktuell infizierten Fälle stehen im Bezug zu folgenden oberbergischen Kommunen: Engelskirchen, Hückeswagen, Lindlar, Marienheide, Nümbrecht, Reichshof und Wipperfürth.

Im Rheinisch Bergischen ist aktuell noch immer von 30 Infizierten die Rede. Im Laufe des Montags sollen hier aktuelle Zahlen veröffentlicht werden.

Auch die Tafeln z.B in Marienheide, Gummersbach, Bergisch Gladbach, Rösrath und Bergneustadt machen zum Schutz der Kunden dicht.

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15.03.2020

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Auch die Stadt Gummersbach untersagt alle öffentlichen Veranstaltungen.

Aufgrund der Corona-Lage bleiben die Dienststellen der Stadtverwaltung Rösrath aus Vorsorgegründen und zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit bis 19.04.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Darunter fallen auch das Stadtteilbüro, die Stadtbücherei, das Lehrschwimmbecken und die städtischen Kindertageseinrichtungen. Die Dienststellen sind besetzt. Fragen und Anliegen werden telefonisch beantwortet. Sie erreichen die Zentrale der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 02205 / 802 0 und die Fachbereiche unter den bekannten Rufnummern zu den allgemeinen Öffnungszeiten oder per E-Mail. In dringenden Pass- und Meldeangelegenheiten sowie zur Beurkundung von Sterbefällen sind in Einzelfällen Vorsprachen nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Aufgrund eines aktuellen Erlasses des Landes NRW untersagt die Stadt Rösrath ab einschließlich Sonntag, 15. März 2020, bis zum 19. April 2020 alle Veranstaltungen auf dem Stadtgebiet durch eine Allgemeinverfügung. Das Verbot umfasst auch Gottesdienste bzw. sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften. Ausgenommen von dem Verbot sind nur solche Veranstaltungen, die aus Gründen eines überwiegenden öffentlichen Interesses notwendig sind, insbesondere solche, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfürsorge und -vorsorge dienen. Dazu gehören z.B. Wochenmärkte zur Nahversorgung der Bevölkerung. Ebenfalls bis zum 19. April sind musikalische und sonstige unterhaltende Darbietungen jeder Art in Gaststätten und in Nebenräumen mit Schankbetrieb (insbesondere Diskotheken, Clubs und Bars) sowie alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz untersagt. 

Per Allgemeinverfügung untersagt die Stadt Leichlingen ab einschließlich Montag, 16. März 2020, bis auf Weiteres jegliche Veranstaltung im Leichlinger Stadtgebiet. Die Stadt Leichlingen hat sich eingehend mit der Umsetzung des Erlasses des Landes NRW (vom 14.3.2020) zur Durchführung von Veranstaltungen befasst. Das Land hat die Kommunen angewiesen, auch Veranstaltungen mit einer erwarteten Teilnehmerzahl unter 1.000 Teilnehmern grundsätzlich zu untersagen. Das Verbot gilt auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften. Ausgenommen von diesem Verbot sind nur solche Veranstaltungen, die aus Gründen überwiegenden öffentlichen Interessen notwendig sind, insbesondere solche, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfürsorge und -vorsorge zu dienen bestimmt sind. Dazu gehören beispielsweise Wochenmärkte, die der Nahversorgung der Bevölkerung dienen. Von der Schließung sind neben den Bürgerhäusern auch alle Jugendzentren und Jugendeinrichtungen betroffen.

Der Bürgerbusverein Witzhelden mit der Linie 259 stellt in der kommenden Woche (KW12 in den Betriebszeiten 17.03.-19.03.2020) vorsorglich den Betrieb komplett ein.

Morsbach meldet: Ab Montag, den 16.3.2020, bleiben alle öffentlichen Einrichtungen wie Sporthallen, Hallenbad, Jugendzentrum und auch das Rathaus geschlossen. Für das Rathaus gilt, dass die Bürgerinnen und Bürger sich bitte immer zuerst telefonisch hier melden, um ihr Anliegen vorzutragen. Damit wollen wir die Anzahl der Besuche und die Aufenthaltsdauer im Rathaus so weit wie eben möglich reduzieren. Vieles lässt sich heute schon gut telefonisch oder online erledigen. In den anderen Fällen werden wir Termine vereinbaren. Außerdem werden wir schnellstmöglich (voraussichtlich in Kooperation mit den Kirchen) einen „Einkaufsservice“ organisieren, so dass sich hilfebedürftige Personen, die selber nicht mehr einkaufen gehen können (sollten) oder dürfen, versorgt werden. Nähere Informationen dazu, sobald wir das organisatorisch ausreichend vorbereitet haben…

Burscheider VitalBad bleibt ab Montag geschlossen. Nach derzeitigem Wissensstand sind Grippe- und auch die Coronaviren nicht über das Schwimmbadwasser übertragbar. Damit besteht im VitalBad Burscheid kein erhöhtes Infektionsrisiko, Das Bad schließt als Vorsichtsmaßnahme.

Alle Veranstaltungen in Bergisch Gladbach sind ab Sonntag verboten. Die Stadt beruft sich auf einen Erlass des Landes NRW. Bis zum 19. April werden in Bergisch Gladbach keine Veranstaltungen stattfinden. Das gilt auch für Gottesdienste. Ausgenommen von dem Verbot sind nur solche Veranstaltungen, die aus Gründen eines überwiegenden öffentlichen Interesses notwendig sind, Dazu gehören z.B. Wochenmärkte.

Auch in Gaststätten, Diskotheken, Bars und ähnlichem sind keine Veranstaltungen - auch kein Tanz - mehr erlaubt. Betroffen sind auch Kino, Spielhallen u.ä. Restaurants und Gaststätten mit einem Essensangebot können weiter besucht werden.

Betreuung der Kinder im Kita- und Grundschulalter nur für bestimmte Personenkreise

Dazu gehören Menschen die im Bereich:

  • Gesundheitsversorgung, Pflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe
  •  öffentlicher Sicherheit und Ordnung einschl. nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr (Feuerwehr/Rettungsdienste/Katastrophenschutz)
  • Sicherstellung öffentlicher Infrastruktur Notdienste in Versorgung (z.B. Telekommunikation/Strom/Wasser/Gas,ÖPNV, Rechenzentren, Straßenmeisterei, Lebensmittelversorgung
  • Handlungsfähigkeit zentraler Stellen Staat, Justiz, Verwaltung

Deren Betreuung soll erfolgen, sofern eine private Betreuung insbesondere durch Familienangehörige oder die Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung (z.B. Homeoffice) nicht gewährleistet werden kann, sofern

  • die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • die Kinder nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen sind 14 Tage vergangen und sie weisen keine Krankheitssymptome auf,
  • die Kinder sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist.

Ein Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist unter der Woche von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar. 

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14.03.2020

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Im Oberbergischen gibt es sieben neue bestätigte SARS-CoV-2-Fälle. Insgesamt sind es damit 26 im Kreisgebiet. Zwei Personen sind inzwischen wieder gesund. Die neu diagnostizierten Fälle befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen. Die insgesamt betroffenen Personen leben in Engelskirchen, Lindlar, Marienheide, Nümbrecht, Reichshof und Wipperfürth.

Die KVB fährt ab Mittwoch nach Samstagsfahrplan. Nach dem Beschluss Schulen und Kitas zu schließen erwartet man Personalengpässe.

Auch im Rheinisch-Bergischen gibt es jetzt Einschränkungen für Besuche in Pflegeeinrichtungen. Das gilt für Pflegeeinrichtungen, Wohngemeinschaften für pflegebedürftige oder behinderte Menschen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben. Pro Bewohner darf nur noch ein Besucher pro Tag maximal eine Stunde kommen. Besuche sind auch nur noch in den Zimmern möglich. Besucher müssen sich registrieren lassen. Wer in den letzen zwei Wochen i einem Risikogebiet war, darf für zwei Wochen gar nicht in die Einrichtung.

In Lindlar bleibt das Rathaus voraussichtlich bis zum 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Dienststellen sind besetzt und unter der 02266/90-0 erreichbar.

Der Kreissynodalvorstand des evangelischen Kirchenkreises An der Agger hat seinen 24 Gemeinden empfohlen, alle Veranstaltungen bis Gründonnerstag abzusagen. Das betrifft auch schon Gottesdienste an diesem Wochenende. Die Entscheidung liegt bei den Presbyterien vor Ort. Superintendent Michael Braun bittet, sich vor Ort zu informieren. Pfarrer stehen selbstverständlich weiter für Anliegen und Sorgen zur Verfügung.

Ab Montag schließen jetzt auch die Tafeln in Bergneustadt, Gummersbach und Marienheide, auch die Suppenküche in Gummersbach ist betroffen, sagt die Oberbergische Tafel e.V.. Damit will die Tafel sowohl Mitarbeiter als auch Kunden vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen. Da die Tafelarbeit vor allem von älteren Menschen getragen wird, habe man eine besondere Fürsorgepflicht, heißt es weiter.

Die Kirchengemeinde Lieberhausen in Gummersbach sagt wegen der möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus alle Veranstaltungen und auch Gottesdienste ab. Dies gilt zunächst bis Gründonnerstag.

Auch der Bürgerbus Radevormwald wird seinen Fahrbetrieb ab Dienstag einstellen. Auch hier gehört ein Großteil der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer und auch der Fahrgäste zur Risikogruppe.

In vielen Kommunen unter anderem in Bergisch Gladbach und Gummersbach werden inzwischen auch kleinere Veranstaltungen abgesagt. Dazu gehören auch Vorträge, Seminare oder Führungen. Städtische Einrichtungen reduzieren ihren Service oder schließen.

Im Oberbergischen gilt ab sofort in allen Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen ein Besuchsverbot. Damit sollen vor allem die Patienten und Patientinnen geschützt werden, die durch eine Vorerkrankung maximal gefährdet sind, sagt Landrat Hagt.

Ab Montag schließen auch bei uns im Bergischen alle Schulen und Kitas. In den Schulen gibt es aber Montag und Dienstag eine Übergangsregelung – die Schulen stellen an diesen Tagen eine Betreuung sicher, es findet aber kein Unterricht statt.

Ab Mittwoch soll es für Kinder, deren Eltern in kritischer Infrastruktur (zum Beispiel im Gesundheitswesen) arbeiten, eine Notbetreuung geben, so sieht es das Ministerium vor.

Wer in nächster Zeit im Bergischen und in Köln mit dem Bus unterwegs ist, muss sich sein Ticket im Vorfeld besorgen. Als Schutzmaßnahme vor dem Corona-Virus gibt es in den Bussen der Wupsi ab diesem Wochenende keinen Ticketverkauf mehr, die Busse der Regionalverkehr Köln ziehen ab Montag nach. Fahrscheine können nur noch via Handyticket, im Kundencenter oder am Fahrscheinautomaten gekauft werden. Zur Verminderung des Ansteckungsrisikos bleiben außerdem die vorderen Bustüren geschlossen, Fahrgäste werden gebeten die hinteren Türen zu nutzen.

Nach den flächendeckenden Schulschließungen in NRW ab Montag, fahren die Busse der RVK zudem ab Mittwoch nach Ferienfahrplan.

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13.03.2020

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Der Oberbergische Kreis schließt ab Montag die Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS) sowie die angeschlossene Rettungsfachschule mit Standorten in Gummersbach und Bergneustadt bis zum Beginn der Osterferien. Damit möchte der Kreis dazu beitragen, dass das Medizin- und Pflegepersonal in den Ausbildungsbetrieben wie Seniorenheimen und Kliniken eingesetzt werden kann.

Am Abend meldet der Kreis weitere bestätigte Infektionen. Damit steigt die Zahl auf kreisweit 19 positiv getestete Fälle von SARS-CoV-2. Zwei davon konnten zwischenzeitlich gesund aus der Quarantäne entlassen werden.

Die bestätigen, aktuell infizierten Fälle kommen aus Engelskirchen, Nümbrecht, Reichshof und Wipperfürth.

Aufgrund mehrerer bestätigter Corona-Fälle in Reichshof-Wildbergerhütte in den letzten Tagen, hat der Oberbergische Kreis zusammen mit der Gemeinde jetzt angeordnet, dass im Umkreis von Hespert bis Nespen sowie Nosbach bis Odenspiel sämtliche Vereinsaktivitäten und öffentliche Veranstaltungen bis einschließlich Ostermontag verboten werden. Aktuell sind es in Oberberg 14 bestätigte Fälle, wovon zwei schon wieder die Quarantäne verlassen konnten, in Rhein-Berg sind es 30 bestätigte Fälle. In Wermelskirchen musste zudem eine Arztpraxis vorsorglich schließen. Eine Person, die dort arbeitet, steht als Kontaktperson unter Quarantäne.

Die Stadt Gummersbach hat am Freitag annähernd alle städtischen Institutionen und die, auf die sie direkten Einfluss hat, die öffentliches Publikum generieren, geschlossen (s. unten). Das betrifft u.a. die Schwimmbäder wie das Gumbala, Kulturstätten wie die Halle 32 sowie die Volkshochschule und die Stadtbücherei. Bürgermeister Frank Helmenstein möchte aktiv Maßnahmen ergreifen, bevor der erste Gummersbacher mit dem Corona-Virus infiziert ist, um dann nicht reagieren zu müssen.

Helmenstein will in der kommen Woche prüfen, ob er Veranstaltungen auch unter tausend Zuschauern verbieten kann. Auf die landesweite Schul- und Kita-Schließung ist die Stadt zwar so gut es geht vorbereitet, so Schuldezernent Raoul Halding-Hoppenheit, aber 7.000 Schüler und 2.000 Kindergarten-Kinder zu betreuen, das gehe nicht. Man prüfe daher derzeit inwiefern für Eltern in sogenannten systemkritischen Berufen eine Art Notbetreuung für deren Kinder gewährleistet werden kann, aber es sei völlig klar, dass damit nicht der Sinn der Schließung konterkariert werden dürfe, so Halding-Hoppenheit weiter.

Bürgermeister Frank Helmenstein erwartet von Land und Bund Maßnahmen-Pakete, die den Kommunen bei der Notfallbetreuung für Kinder als auch bei der Unterstützung der Wirtschaft helfen.

Aufgrund der Corona-Krise ergreifen mehrere Kommunen im bergischen verschiedene Maßnahmen. Die Stadt Overath zum Beispiel wird die regulären Öffnungszeiten der Stadtverwaltung vorübergehend reduzieren - mit Blick auf mögliche Infektionssituationen und um eine weitere Verbreitung einzudämmen. Genau wie in Lindlar und Hückeswagen werden die Bürger darum gebeten unnötige Behördengänge zu verschieben. Auch Gummersbach ergreift entsprechende Maßnahmen. Dazu zählt auch die Schließung einzelner Schwimmbäder. In Wiehl schließt beispielsweise die Wiehler Wasser Welt ab Samstag, 14.03.2020 vorübergehend, zeitgleich endet die Saison der Eissporthalle früher.

Weil jede Kommune unterschiedliche Regelungen hat, sollten sich die Bürger auf den Internetseiten ihrer Stadt oder Gemeinde informieren.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit der Verbreitung des Corona-Virus ergreift die Stadt Gummersbach weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Dies ist die Stunde der Solidarität und eine Zeit, in der wir in besonderem Maße füreinander einstehen müssen", sagt Bürgermeister Frank Helmenstein. Jetzt gehe es darum "vor der Lage" zu sein und alles zu unternehmen, um die Ausbreitung des SARS CoV2 zu verlangsamen. Die Halle 32 bleibt zunächst bis einschließlich 19. April 2020 für Veranstaltungen geschlossen. Das Gumbala und das Schwimmbad Derschlag bleiben vom 14.März bis zunächst 19. April 2020 zu.

Veranstaltungen der VHS Gummersbach finden zunächst bis einschließlich 19. April 2020 nicht statt.

Veranstaltungen in der Kreis- und Stadtbücherei (Vorlesen, Bilderbuchkinos, Vorträge) sind für März und April abgesagt.Im Seniorentreff der Stadt Gummersbach finden zunächst bis zum 19. April keine Veranstaltungen statt. Die Übungen der Jugendfeuerwehr Gummersbach fallen zunächst bis Ende März aus.

Die Corona-Krise weitet sich nun auch auf den Fußball der Verbands- und Kreisebene aus. Bis zum 17. April fallen alle Spiele aus, teilte der Fußball-Verband Mittelrhein am Freitagvormittag mit. Das betrifft den gesamten Spielbetrieb im Bereich der Frauen, Herren und Junioren- ob Meisterschaftsspiele, Pokalspiele, Turniere oder Freizeitfußball. Inwieweit das Training fortgesetzt wird, entscheiden die Vereine in eigener Verantwortung, heißt es vom Fußballverband. Man werde die Entwicklung weiter genau beobachten, täglich neu bewerten und frühzeitig entscheiden, wie man nach dem 17. April weiter vorgeht.

Die Unternehmen in unserer Region leiden sehr stark unter der Ausbreitung des Coronavirus. Es gibt teilweise Einbußen von bis zu 75 Prozent, das hat eine Blitzumfrage der IHK Köln ergeben. An der Blitzumfrage haben sich rund 1200 Unternehmen aus der Region beteiligt. Ein Viertel der Unternehmen hat Einbußen von mindestens 25 Prozent, jedes zehnte Unternehmen verzeichnet sogar ein Minus von 75 Prozent.

Die Lage vieler Firmen habe sich nach Karneval teilweise über Nacht dramatisch verändert, heißt es von der IHK. Viele Unternehmen und ganze Branchenzweige sind existenziell bedroht. Besonders betroffen ist laut IHK das Verkehrsgewerbe. Hier melden die Hälfte der Unternehmen starke Auswirkungen. Aber auch in den Branchen Handel, Gastgewerbe, Industrie und Messebau hat die Entwicklung deutliche Auswirkungen.

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11.03.2020

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Aus Vorsichtsmaßnahmen vor dem Coronavirus bleibt die Schwalbe-Arena Gummersbach wie vom Landeserlass gewollt für Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern bis Anfang/Mitte April geschlossen. Der Zeitrahmen steht aktuell auf der Homepage der Arena.

Damit die Durchführung oder Absage von Veranstaltungen besser geregelt wird, hat das rheinisch-bergische Gesundheitsamt nun eine Checkliste veröffentlicht.

In der Gemeinde Odenthal gibt es den ersten bestätigten Corona Fall. Damit sind im gesamten Rheinisch Bergischen Kreis aktuell zwölf Fälle bestätigt. Im Oberbergischen sind es nach wie vor sieben bestätigte Fälle.

Der Karnevalszug in Bergisch Gladbach wird wegen des Corona-Virus nicht nachgeholt. Das hat der Veranstalter in Abstimmung mit der Stadt Bergisch Gladbach und dem Rheinisch-Bergischen Kreis am Dienstag Abend entschieden.

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10.03.2020

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Der von der NRW-Landesregierung beschlossene Erlass zur Absage von Großveranstaltungen wegen des Coronavirus wirkt sich jetzt auf das Bergische aus. Der Oberbergische Kreis setzt die angekündigten Regeln unverzüglich um, so Landrat Jochen Hagt. Hagt fordert die Kommunen im Oberbergischen auf, ab sofort Veranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Teilnehmern zu untersagen.

Davon betroffen sind beispielsweise auch Veranstaltungen in der Gummersbacher Schwalbe-Arena, so die Comedy-Events kommenden Freitag und Samstag. Der Handball-Zweitligist VfL Gummersbach könne sein Heimspiel am Sonntag gegen den TV Emsdetten durchführen, allerdings ohne Publikum. Möglich wäre nur ein Geisterspiel oder eine Verlegung auf einen anderen Termin. Der VfL favorisiert Variante zwei, er hat vorsorglich eine Verlegung beantragt. Eine finale Entscheidung über das weitere Vorgehen soll Mittwoch Mittag getroffen werden.

Weiterhin ist das Oberbergische Handball-Oberliga-Derby am Dienstag zwischen dem SSV Homburg Nümbrecht und dem TuS Derschlag kurzfristig abgesagt worden. Auch der Südkreis-Schlager der Fußball-Landesliga am Freitag zwischen dem SSV Homburg Nümbrecht und dem FV Wiehl fällt aus und soll verschoben werden.

Bürgerhotlines auch am Wochenende geschaltet: An den Hotlines der beiden bergischen Kreise zum Coronavirus verzeichnen die Mitarbeiter eine rege Nachfrage. Sowohl im Rheinisch-Bergischen als auch im Oberbergischen gab es allein am Donnerstag jeweils rund 300 Anfragen. Dabei ging es zum Beispiel um Hygienehinweise und den Übertragungsweg des Virus. Viele Nachfragen gab es in Rhein-Berg außerdem zur Schließung der Johannes-Gutenberg-Realschule in Bergisch Gladbach. Umfangreiche Informationen haben beide Kreise auch online gestellt. Die Corona-Hotlines beider Kreise sind auch am Wochenende erreichbar.

Die Nummer im Rheinisch-Bergischen Kreis lautet 02202 - 131313

Die Nummer im Oberbergischen Kreis lautet 02261 - 88 3888.

In beiden bergischen Kreisen haben sich bis zum Abend weitere Corona-Fälle bestätigt. Im Oberbergischen hat sich eine Person aus dem direkten Umfeld eines bereits Infizierten angesteckt. Sie ist laut Kreis bereits in Quarantäne. Und auch das Rheinisch-Bergische hat neue Fälle gemeldet. Ein 30-jähriger Mann aus Rösrath war mit seiner Lebensgefährtin von einem Auslandsaufenthalt in einem der Risikogebiete zurückgekehrt. Nach ersten Erkältungssymptomen ist er positiv auf das Virus getestet worden. Der Mann und seine Lebensgefährtin befinden sich jetzt in häuslicher Quarantäne. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es ansonsten keine weiteren Kontaktpersonen.

Später wurde bekannt, dass sich in Overath und Leichlingen zwei weitere Personen infiziert haben. In Leichlingen wurde demnach ein 58-jähriger Mann positiv auf das Virus getestet. Der Mann war bereits seit letzter Woche Montag wegen starker Erkältungssymptome krank geschrieben. In der Nacht von Sonntag auf Montag hat sich sein Zustand verschlechtert, er kam per Rettungswagen in stationäre Isolation. Nach bisherigem Stand gibt es außer der Ehefrau keine weiteren Kontaktpersonen. Die Rettungsdienstkräfte haben den Einsatz unter voller Schutzkleidung gefahren. Sie sind deshalb keine Kontaktpersonen. In häusliche Quarantäne muss daher aus Vorsichtsmaßnahmen nur die Frau des Mannes, der positiv getestete Mann bleibt in isolierter stationärer Behandlung.

In Overath hat sich eine 63-jährige angesteckt – sie hatte auch Kontakt zu einer Overather Arztpraxis, die daher geschlossen werden musste. Arzt und Mitarbeiter sind in Quarantäne. Damit sind es jetzt zwei bestätigte Fälle in Leichlingen, vier in Overath und insgesamt zehn bestätigte Fälle im gesamten Kreisgebiet. 

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09.03.2020

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Finden Großveranstaltungen im Bergischen statt? Kann der Bergisch Gladbacher Karnevalszug Sonntag in einer Woche stattfinden oder muss er erneut abgesagt werden? Diese Frage ist aktuell aufgrund der Corona-Welle akut. Dienstagabend will der Veranstalterverein mit Stadt und Gesundheitsamt wohl eine Entscheidung treffen. Eine Absage der Veranstaltung mit zehntausenden Menschen auf engem Raum erscheint im Moment als sehr wahrscheinlich. Der Vorsitzende des zuständigen Gladbacher Brauchtum-Vereins Martin Gerstlauer deutet dies jedenfalls an, als Veranstalter stehe man letztendlich in der Verantwortung, er möchte aber trotzdem Rücksprache mit der Stadt und dem Gesundheitsamt halten. Genauso gut könne es aber auch sein, dass im Laufe der nächsten Tage von oben behördlicherseits untersagt wird, solche Veranstaltungen durchzuführen, dann sei sowieso alles entschieden.

Auch drei Großveranstaltungen in der Gummersbacher Schwalbe-Arena kommendes Wochenende, Comedy und Handball, stehen noch in der Schwebe. Für die zwei Comedy-Abende Freitag und Samstag sind Verlegungen im Gespräch.

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07.03.2020

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Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist im Rheinisch-Bergischen weiter angestiegen. Am Wochenende sind zwei weitere Fälle bestätigt worden. Damit sind es jetzt insgesamt sechs bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet. 

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06.03.2020

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Tausende Schutzmasken für Arztpraxen der Region: Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sieht das Bergische und die Region gut auf eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus vorbereitet. Die Praxen vor Ort werden aktuell bedarfsgerecht mit den Schutzmaterialien ausgestattet. Die KV hat eigenen Angaben zufolge für die Arztpraxen der Region mit großem Aufwand bereits 5.000 Masken, 30.000 Schutzkittel und 80.000 Schutzhauben bereitgestellt. Weitere 30.000 Masken seien im Zulauf.

Allerdings seien sich nicht alle lokalen Gesundheitsbehörden ihrer Verantwortung bewusst, kritisiert der KV-Vorsitzende Frank Bergmann. Er bietet Unterstützung an, zum Beispiel bei der Einrichtung lokaler Diagnosezentren. So hat der Oberbergische Kreis bereits in Gummersbach die Möglichkeit geschaffen, Abstriche für eine größere Anzahl von Menschen durchzuführen.

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05.03.2020

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Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Bergischen ist weiter gestiegen: Nachdem am Mittwoch ein weiterer Fall im Rheinisch-Bergischen bekannt wurde, meldet der Oberbergische Kreis jetzt drei neue Fälle. Alle drei Erkrankten waren bereits in häuslicher Quarantäne, bevor die Testergebnisse vorlagen.

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04.03.2020

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Im Rheinisch-Bergischen gibt es den dritten bestätigten Coronavirus-Fall. Der Ehemann einer erkrankten Frau aus Overath wurde ebenfalls positiv getestet. Laut Kreis ist er fieberfrei und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Im Zusammenhang mit dem erkrankten Paar sind weitere 20 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

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03.03.2020

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Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es den zweiten bestätigten Corona-Virus-Fall. Ein Mann aus Bergisch Gladbach ist nach Angaben des Kreises positiv auf das Virus getestet worden.

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Zwei bestätigte Corona-Fälle in Oberberg: Der Kreis hat am Dienstagvormittag zwei Fälle gemeldet. Demnach haben sich eine Frau aus Lindlar und ein Mann aus Reichshof angesteckt. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Nach Kreisangaben zeigen beide Erkrankte nur leichte Erkältungssymptome. Sie waren auf Anordnung des Gesundheitsamts einem Test unterzogen worden, da sie als „begründete Verdachtsfälle“ eingestuft wurden. Beide sind bereits seit dem Wochenende in Quarantäne – der Kreis ermittelt jetzt weitere Kontaktpersonen.

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01.03.2020

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Erster bestätigter Corona-Fall im Bergischen: Eine Frau aus Overath ist mit dem Corona Virus infiziert. Das hat der Rheinisch-Bergische Kreis mitgeteilt. Am Sonntagnachmittag lag das Testergebnis vor. Die Frau ist zuhause in Quarantäne. Sie darf ihr Haus derzeit nicht verlassen. Am Freitag hatte die Patientin ihrem Hausarzt telefonisch die Symptome mit Fieber geschildert. Den Umständen entsprechend geht es ihr gut. Das Gesundheitsamt hat schon angefangen zu ermitteln, mit wem die Frau Umgang hatte und die Personen zu kontaktieren. Je nachdem, wie intensiv der Kontakt war und ob eventuell ebenfalls Beschwerden vorliegen, empfiehlt das Gesundheitsamt zu Hause zu bleiben. Dann betrifft die Quarantäne auch Familienangehörige.

Im Umfeld der Frau wurden 21 Kontaktpersonen ermittelt, die ebenfalls für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben müssen. Dazu zählt auch ihr Ehemann, der ebenfalls getestet werden muss. Weitere bestätigte Infektionen und damit Corona-Fälle gibt es im Rheinisch-Bergischen aber noch nicht. Wie die Overatherin sich angesteckt hat, ist laut Kreis derzeit weiterhin unklar.

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