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Corona: Oberberg übt massive Kritik am Land
© OBK, Lina Sommer
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Corona: Oberberg übt massive Kritik am Land

Der Oberbergische Kreis hat die Nase voll: Mit Blick auf die anhaltenden Diskussionen rund um die Inzidenz von über 100 meldet er sich jetzt in einer Mitteilung zu Wort. Darin spart er nicht an Kritik am Land.

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.03.2021 15:12

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.„Es wäre interessant zu wissen, welche zusätzlichen Maßnahmen gewählt werden sollen“, fragt Landrat Jochen Hagt. Schulschließungen hatte das Land dem Kreis zuletzt untersagt. Außerdem gelten im Kreis bereits seit Wochen härtere Regeln - zum Beispiel Kontaktbeschränkungen auch im Privaten oder eingeschränkte Teilnehmerzahlen für Gottesdienste. Teilweise sind Bürger*innen sogar schon gerichtlich dagegen vorgegangen.

Die versprochenen Schnelltests für die Schulen seien bis Mittwochmittag auch noch nicht geliefert worden, obwohl sie als Instrument für den möglichen Wechselunterricht genannt werden. Die Lockerungen im Einzelhandel und für Friseure wieder zu canceln, ist für den Landrat keine Option: Anders als im Schulbereich gibt es hier kein auffälliges Infektionsgeschehen – außerdem stehen Existenzen auf dem Spiel, sagt der Kreis.

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Kein Automatismus für die "Notbremse"

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Außerdem stellt er noch einmal die Regelungen und Vorgaben in Sachen Öffnungen und Notbremse klar. Demnach gibt es keinen landesweiten Automatismus, der greift sobald ein Kreis gewisse Inzidenzwerte überschreitet. Stattdessen wurde in der Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März vereinbart, dass man sich dabei an einer "landesweiten Betrachtung" der Inzidenzwerte orientieren soll. Heißt also: Obwohl Oberberg seit Tagen eine Inzidenz von mehr als 100 hat, müssen nicht automatisch bestimmte Lockerungen und Öffnungen zurückgenommen werden. Hier geht es zur kompletten Mitteilung des Kreises.

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