Das habt ihr in der Corona-Zeit gelernt

Die letzten Wochen und Monate haben euch viel abverlangt. Ihr habt eine Menge über euch gelernt. Und viele von euch haben noch mehr gelernt...

Einige haben den Friseur, den Handwerker, den Gourmetkoch oder den Lehrer in sich entdeckt. Die zwölfjährige Siri aus Wermelskirchen konnte in den letzten Wochen wegen Corona nicht zum Fechten oder in die Musikschule. Also hat sie die Zeit anders genutzt und ihr japanisch verbessert. Sie beherrscht japanische Begrüßungen und auch das Alphabet.

Bergische Natur mit anderen Augen sehen

©
©

Andere haben ihre Umgebung auf einmal mit ganz neuen Augen wahrgenommen. Moritz aus Overath nimmt jetzt zum Beispiel das Bergische ganz anders wahr, als vor Corona:

"Die Landschaft vor Ort - vor der eigenen Haustür - kann ich jetzt viel mehr wertschätzen. Die vielen Wälder, die Wanderwege, die Bäche, die Flüsse. Ich komme zur Ruhe und tue etwas für das Immunsystem. Das sind die schönen Seiten, die ich in der Coronazeit entdeckt habe".

Bernd aus Gummersbach ist auch dankbar für die letzten Monate. Vorher gab es immer wieder Zickenkrieg bei ihm zuhause -  zwischen den drei Töchtern (zwischen vier und 15) und seiner Frau - diese Zeiten sind jetzt vorbei:

"Die gegenseitige Rücksichtnahme ist sehr groß geworden. Die Kinder haben sich viel mehr miteinander beschäftigt. Wir haben viel im Garten gearbeitet, das hat uns als Familie richtig zusammengeschweißt".

Iona fährt jetzt sicher Auto

©
©

Die 17-Jährige aus Wermelskirchen war vor Corona Fahranfängerin und hatte immer ein unsicheres Gefühl, wenn sie die verzwickte Zufahrt zu ihrem Haus nehmen musste. Selbst routinierte Gäste lassen ihren Wagen immer lieber etwas vom Haus entfernt an der Straße stehen. Also hat sie immer wieder geübt:

"Ich kann da jetzt hochfahren, ohne irgendwelche Spiegel abzufahren, da bin ich wirklich sehr stolz drauf!"

Buchhändlerin Gabi aus Wipperfürth musste ihren Laden komplett umstrukturieren. Da war sehr stressig. Sie hat die Art der Kommunikation mit ihren Freundinnen geändert. Früher hat sie oft Whatsapp oder Sprachnachrichten verschickt. Das läuft jetzt anders, abends wird ausgiebig telefoniert:

"Telefonieren ist viel schöner, man ist viel näher dran. Ich finde das schön, einfach die Stimme meiner Freundinnen zu hören, wenn ich die schon nicht sehen kann. Und es sind auch Telefonate, die jetzt einfach länger dauern".