
Das Handwerk am Kipp-Punkt
Weniger Umsatz und weniger Aufträge. Das Handwerk im Bezirk Köln stagniert gerade. Zwar bewerten immer noch über 80 Prozent der befragten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als gut oder befriedigend, aber laut der heute vorgestellten Umfrage der Handwerks-Kammer steigt die Zahl der Sorgenkinder zum fünften Mal in Folge. Die Situation der Handwerker ist aber nicht überall schlecht.
Veröffentlicht: Montag, 29.04.2024 13:38
Dachdecker, Elektrotechniker oder Heizungsbauer gehören zu den Sonnenkindern im Handwerk. Ihnen geht es gut, genau wie Frisören, Schuhmachern oder Kosmetikern. Maler, Lackierer, Betonbauer oder Zimmermänner haben dagegen zunehmende leere Auftragsbücher.
Ein weiteres Problem ist die Personallage. Jedes vierte Handwerks-Unternehmen klagt über sinkendes Personal, jedes zweite Unternehmen kann offene Stellen aktuell nicht besetzen. Kammer-Präsident Wollseifer sieht das Handwerk zwar nicht in einer Krise, es stehe aber an einem Kipp-Punkt. Er fordert vom Bund weniger Steuern und Sozialabgaben und Bürokratie-Abbau.