
Was war deine Lieblingsreportage in letzter Zeit?
Beim tollen Schnee Anfang des Jahres habe ich einen beruflichen Ausflug nach Reichshof gemacht – ins Wintersportgebiet. Zuvor haben wir uns in der Redaktionskonferenz Alternativen zum Schlitten überlegt. Und klar, ich habe mich zuerst gemeldet, die auszuprobieren. Nach einer kurzen Internetrecherche habe ich herausgefunden, dass Menschen tatsächlich schon mit fast allem den Berg hinuntergerutscht sind. Also habe ich meine Auswahl getroffen: Ich wollte es mit einem Backblech, auf einem Schwimmring, in einer Plastikkiste und auf einem Kissen in einer Plastiktüte probieren. Mit diesem Equipment habe ich auf der Rodelpiste in Reichshof-Eckenhagen doch für etwas Aufsehen gesorgt: Der Hang war voll, es war noch Ferienzeit, überall vergnügte Kinder und ich mittendrin. Ich habe mit der Plastikkiste angefangen. Bequem, aber wenig effektiv. Nach 30 Zentimetern war Schluss. Dafür habe ich irritierte Blicke und pädagogisch wertvolle Kommentare von Eltern bekommen. Danach war der Einhorn-Schwimmring dran. Nach ewigem Aufpusten ist er erstaunlich gut gerutscht, endete aber in einer Vollbremsung mit dem Körper. Fahrspaß top, Reporter nass. Die Plastiktüte mit Kissen hat sich als echte Höllenmaschine entpuppt. Schnelle Fahrt, Drehung, Überschlag. Und dann war der Endgegner, das Backblech, an der Reihe. Rasend schnell und völlig unkontrolliert. Irgendwann ist es weggerutscht, und ich bin auf dem Po weitergefahren, das Blech vor mir her. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd war ich komplett durchnässt. Für die Eltern und Kinder am Hang war es aber ein riesiges Spektakel. Und ganz ehrlich: Ich habe auch mächtig Spaß gehabt. Fazit: Schlittenalternativen funktionieren, wenn man kein Problem damit hat, nass zu werden, zu stürzen und dabei öffentlich zu scheitern.
PS: Falls ihr sehen wollt, wie ich die Schlittenalternativen getestet habe, schaut doch mal bei Instagram und Facebook von Radio Berg vorbei - da gibt’s ein lustiges Reel.