
Demos gegen AfD-Treffen im Bergischen
Trotz Regen und ungemütlichem Wetter haben sich in Bergisch Gladbach und Kürten laut Veranstaltern jeweils mehr als tausend Menschen versammelt, um für Toleranz und Demokratie zu demonstrieren. Auslöser war eine Veranstaltung der AfD Rhein-Berg im Kürtener Bürgerhaus.
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Unter lauten Buh-Rufen sind die AfD-Politiker gegen kurz nach 17:00 Uhr am Freitag (16.02) ins Bürgerhaus gelaufen. Die Demonstrierenden wollten ein Zeichen gegen Rechts setzen. Zur Kundgebung auf dem Karlheinz-Stockhausen-Platz vor dem Bürgerhaus hatten die Veranstalter ursprünglich 5.000 bis 7.000 Menschen erwartet. Wahrscheinlich aufgrund der schlechten Wetterbedingungen sind es nach ersten Schätzungen mit 1.500 Menschen deutlich weniger gewesen. Für die Demo wurde die Wipperfürther Straße zeitweise zwischen Bergstraße und Aldi-Kreisel für den Durchfahrtsverkehr gesperrt.
Zum 'Populistischen Ascherfreitag' der AfD im Bürgerhaus in Kürten sind auch Hardliner der Partei erschienen, wie zum Beispiel Beatrix von Storch - für den Schutz der AfD-Veranstaltung war in erster Linie der Veranstalter selbst verantwortlich, so die Polizei. Die Presse ist im Bürgerhaus nicht zugelassen worden.
Bei der Veranstaltung in Bergisch Gladbach auf dem Konrad-Adenauer-Platz für Toleranz und Demokratie haben rund 1.000 Menschen demonstriert. Es gab eine Bühne auf der Live-Musik gespielt und Reden gehalten wurden. Beide Demonstrationen sind laut Polizei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen.
Herbert Reul ruft zu Widerstand gegen Demokratiefeinde auf
NRW Innenminister Herbert Reul aus Leichlingen, der auch Landtagsabgeordneter für den Rheinisch-Bergischen Kreis II ist, konnte leider gestern nicht selber an den Demos teilnehmen, hat aber ein Statement zu den Demonstrationen über die CDU Kürten abgegeben:
In den aktuellen Zeiten ist es wichtiger denn je klare Kante gegen Extremismus und Demokratiefeinde zu zeigen. Die Bürger in Kürten haben durch die heutige Demonstration ein starkes Zeichen gesetzt. Demonstrationen allein reichen aber nicht aus. Jeder Bürger und Politiker ist gefordert, das Vertrauen in unsere Demokratie zu stärken und dafür einzustehen. Dass wir in einem freien und weltoffenen Land leben ist nicht selbstverständlich, sondern braucht jeden Tag aufs Neue unseren Einsatz.
Viele Parteien und andere Verbände haben sich den Demonstrationen für Toleranz und Demokratie angeschlossen.