
DGB im Bergischen: Mehr Druck statt Homeoffice-Pflicht
Keine Pflicht, aber durchaus Druck auf die Unternehmen. So definiert der Deutsche Gewerkschaftsbund in unserer Region seine Haltung zu einer Homeoffice-Pflicht. Es müsse Druck aus der Öffentlichkeit geben, sagt Jörg Mährle vom DGB Köln.
Veröffentlicht: Montag, 18.01.2021 15:52
Er selbst kenne einige Betriebe, die sich ein Jahr lang trotz Bürojobs nicht ums Homeoffice gekümmert haben:
Das ist natürlich eine Katastrophe. Aber Homeoffice geht eben auch nicht in jeder Branche. Das Handwerk kann nicht auf Homeoffice umschalten. Da würde die Pflicht letztlich dazu beitragen, dass das Handwerk seine Pforten schließen müsste. So ähnlich wie es jetzt Friseure und Einzelhandel machen.
Außerdem hätte der Vorstoß zu einer rechtlichen Pflicht vor Gericht vermutlich keinerlei Bestand, so Mährle weiter. Er setzt darauf, dass viele Betriebe und Unternehmen durch den Druck von Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit doch noch Homeoffice ermöglichen werden. Die Chancen dafür sieht er in einem Unternehmen mit Betriebsrat deutlich höher als in einem ohne.