
DGB: Rentenreport zeigt dringenden Handlungsbedarf
„Männer bekommen oft mehr Rente als Frauen.“ – das ist nicht nur eine Phrase, sondern Fakt. Wie groß die Lücken im Bergischen sind, belegt jetzt der aktuelle Rentenreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds – kurz DGB. Demnach bekommen oberbergische Frauen im Alter 570 Euro weniger Rente im Monat, Rheinisch-Bergische rund 460. Nur ein Grund, warum der DGB grundlegende Reformen fordert.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2026 13:35
Mit einer durchschnittlichen Altersrente von etwas mehr als 900 Euro liegen Frauen in Oberberg fast 400 Euro unter der sogenannten Armutsgefährdungsschwelle in NRW. Schuld sind laut DGB strukturelle Probleme – unter anderem Teilzeit und Erwerbsunterbrechungen.
Aber die Probleme hören nicht beim Unterschied zwischen Mann und Frau auf: Gerade für das Oberbergische als industriell geprägte Region brauche es für gute Renten schon jetzt gute Arbeit. Sprich: höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Tarifbindung, sagt der DGB. Ein höheres Renteneintritts-Alter sei dagegen ein No-Go: Denn viele Menschen schafften es schon heute nicht gesund bis zur Regelaltersgrenze, so der DGB.