
Die aktuelle Corona Entwicklung im Bergischen
Um den immer weiter steigenden Aufgaben bei der Pandemiebekämpfung gerecht werden zu können, wird das Personal beim oberbergischen Gesundheitsamt nochmal deutlich aufgestockt. Der Kreistag hat am Donnerstagabend beschlossen 16 neue Stellen unter anderem für Ärzte und Hygienekontrolleure zu schaffen. Hinzu kommen bis zu 30 Stellen, die sich zunächst auf zwei Jahre befristet, auch um die Kontaktnachverfolgung kümmern sollen. Auch die Bundeswehr wird dem Kreis länger helfen als gedacht.
Veröffentlicht: Freitag, 09.10.2020 06:16
Auch die Bundeswehr bleibt länger
Bis zum 16. Oktober werden zehn Soldaten des Streitkräfteamtes Bonn im Oberbergischen aushelfen. Sie unterstützen den Kreis dabei, Kontaktpersonen von bestätigten Corona-Fällen nachzuverfolgen und zu informieren. „Das schnelle und erfolgreiche Aufdecken von Infektionsketten ist der Schlüssel, um weitere Infektionen verhindern zu können. Die Nachverfolgung hat deshalb weiterhin oberste Priorität", so Kreisdirektor Grootens. Die Zusammenarbeit habe sehr gut geklappt, die Soldaten würden einen wertvollen Beitrag leisten, denn oft sei die Anzahl der Kontakte von positiv getesteten Personen sehr hoch.
Neue Fälle an Schule und einem Wohnheim im Rheinisch Bergischen
Im Rheinisch Bergischen ist unterdessen ein Sportler aus der Handball-Mannschaft des Leichlinger TV positiv auf das Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt hat daher das gesamte Team inklusive Betreuerstab bis nächste Woche Samstag unter Quarantäne gesetzt. Außerdem hat das rheinisch Bergische Gesundheitsamt mitgeteilt, dass es in der Schülerschaft einer Berufsschule einen positiven Corona Fall gibt. Und ebenfalls mit einem Fall betroffen ist in Rösrath ein Wohnheim für Kinder und Jugendliche. Rund zehn Personen aus der Bewohner- und Betreuerschaft wurde eine einwöchige Quarantäne und eine Abstrich-Aktion angeordnet.
Die Inzidenz in Rhein-Berg steigt weiter Richtung 30er Marke
Unterdessen hat das Rheinisch Bergische mittlerweile mit einer höheren Wocheninzidenz zu kämpfen als das Oberbergische. Der Wert liegt nach den aktuellsten Angaben des Landeszentrums Gesundheit bei 29,3. Im Oberbergischen ist die Inzidenz auf 27,9 zurückgegangen. Die Zahlen stammen vom 09.10.2020, 0.00 Uhr.