Die ganze Bande in einer Kiste - das Familienbett

Das große Familienbett, wo Mama, Papa und die Kinder reinpassen erlebt gerade ein Comeback. Selbst ein großes schwedisches Möbelhaus hat so ein Bett jetzt wieder im Angebot. Und einige junge Familien haben das Familienbett für sich wieder entdeckt. Sehr groß ist es und alle dürfen drin schlafen, solange, bis sie allein in einem Bett schlafen wollen. Alle in einem Bett - da gibt es Befürworter und Kritiker.

Jeder soll sich wohlfühlen

Fakt ist, im Mittelalter haben alle auf einem Haufen geschlafen, also Mama, Papa, 10 Kinder und sogar noch die Tiere, damit es schön warm war. Erst irgendwann im 18 /19 Jahrhundert sind wir vom Familienbett weggekommen. Kinder sollten alleine schlafen. Doch jetzt entwickelt sich gerade wieder ein Trend zum Familienbett zurück. Denn, dass Kinder nachts weinen, wenn sie alleine in ihrem Bett schlafen sollen, ist genetisch bedingt. Das kommt quasi noch aus der Steinzeit und hat unser Überleben gesichert, erklärt Familiencoach Nicola Schmidt: Sie berät Familien auch in Sachen Schlaf und hat festgestellt, dass immer mehr Familien zusammen im großen Bett schlafen wollen.

 

Wir wollen, dass es für Mutter und Baby eine entspannte Situation nachts ist, damit die Babys lernen, vor der Nacht muss ich keine Angst haben , nachts bin ich nicht alleine, nachts muss ich nicht schreien. Bei Kleinkindern sind die Vorteile auchauf der Hand: Kleinkinder, die haben nachts Alpträume, da wächst das Gehirn, die suchen Nähe. Auch für die ist es gut, wenn nachts jemand da ist. 

 

Aber sie sagt auch ausdrücklich, alle müssen damit glücklich sein. Wenn Eltern besser ohne die Kinder schlafen, müssen sie auch auf die eigenen Bedürfnisse hören. Natürlich ist ein Familienbett nicht jedermanns Sache. Prinzipiell muss jede Familie ihren eigenen Weg finden und sollte siich nicht von außen reinquatschen lassen. Das Wichtigste ist, es muss sich für alle Beteiligten richtig anfühlen. Fühlt sich etwas falsch an, dann ist es das meistens auch.

© Radio Berg
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